Firmenrisiken und Bankenfragilität: Makroprudenzielle Politik dämpft Effekte
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Firmenrisiken und Bankenfragilität: Makroprudenzielle Politik dämpft Effekte

Eine neue Studie der Banca d'Italia zeigt, dass steigende Ausfallrisiken von Unternehmen die Wahrscheinlichkeit eines Bankenausfalls erhöhen und gleichzeitig Produktion und Preise senken. Makroprudenzielle Maßnahmen wie hohe Mindestkapitalanforderungen und ein antizyklischer Kapitalpuffer können diese negativen Folgen abfedern.

Kaskadeneffekte: Wenn Firmenrisiken Banken anstecken

Basierend auf US-Daten zeigen die Autoren, dass ein Anstieg des Ausfallrisikos von Unternehmen die Wahrscheinlichkeit eines Bankenausfalls erhöht und gleichzeitig die Produktion sowie die Preise senkt.

Um diese empirischen Erkenntnisse zu untermauern, analysieren sie Schocks des Unternehmensrisikos in einem Neukeynesianischen Modell, in dem sowohl Unternehmer als auch Banken einem Ausfallrisiko unterliegen.

Unternehmensausfälle führen zu Verlusten in den Bilanzen der Banken.

Ein hoch gehebelter Bankensektor verschärft die kontraktiven Effekte von Unternehmensausfällen, was zu einer nachfragegetriebenen Rezession mit fallender Produktion und Preisen führt.

Das Modell repliziert die beobachteten Dynamiken gut und eignet sich für die Politik-Analyse.

Kapitalpuffer als Stabilitätsanker

Die Studie zeigt, dass hohe Mindestkapitalanforderungen in Verbindung mit einem antizyklischen Kapitalpuffer (CCyB) wirksam sind, um die negativen Folgen von Unternehmensrisikoschocks abzufedern.

Diese Politik reduziert die Verschuldung von Banken und Unternehmen, wodurch der Einfluss von Risikoschocks auf Kreditausfälle verringert wird.

Die Freigabe eines CCyB kann die negativen Auswirkungen auf Investitionen und Produktion mildern, indem sie den durch Eigenkapitalrückgänge verursachten Kreditrückgang abschwächt.

Hohe Eigenkapitalanforderungen und antizyklische Kapitalpuffer sind komplementär für die makroökonomische Stabilisierung.