Basilicata: Wirtschaft 2025 stagniert, Industrie schwach
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Basilicata: Wirtschaft 2025 stagniert, Industrie schwach

Die Banca d'Italia veröffentlicht ihren Jahresbericht zur Wirtschaft der Basilicata. 2025 stagnierte die regionale Wirtschaft, maßgeblich durch den negativen Trend im Industriesektor.

Stagnation durch Industrieprobleme

Die Wirtschaft der Basilicata verzeichnete 2025 eine Stagnation, hauptsächlich bedingt durch die negative Entwicklung im Industriesektor.

Laut dem vierteljährlichen Regionalindikator (ITER) der Banca d'Italia schrumpfte die Wirtschaftsaktivität real um 0,2 Prozent.

Dies steht im Gegensatz zu einem leichten Wachstum im Mezzogiorno (0,7 Prozent) und im nationalen Durchschnitt (0,5 Prozent).

Besonders die erste Jahreshälfte war von einem Produktionsrückgang geprägt.

Die Region zeigte nach der Pandemie ein schwächeres Wachstum als der Rest Italiens, mit deutlichen Unterschieden zwischen den Provinzen.

Die Automobilproduktion im Werk Melfi schrumpfte weiter, was die gesamte Lieferkette beeinträchtigte.

Auch die Öl- und Gasförderung ging zurück.

Trotz des ungünstigen Konjunkturumfelds blieben Rentabilität und Liquidität der Unternehmen historisch hoch.

Investitionen stiegen, begünstigt durch niedrigere Kreditkosten.

Regionale Disparitäten und Finanztrends

Der Arbeitsmarkt der Basilicata zeigte 2025 ein gemischtes Bild: Die Beschäftigung stieg, doch die Arbeitsstunden verlangsamten sich, besonders im Automobilsektor.

Die Erwerbsbevölkerung stagnierte aufgrund des Bevölkerungsrückgangs, während die Frauenerwerbsbeteiligung zunahm.

Reallöhne wuchsen, blieben aber unter dem Vorkrisenniveau von 2008.

Haushaltseinkommen stiegen, doch der Konsum blieb verhalten, wodurch die Region im Pro-Kopf-Einkommen und Wohlstand hinter dem Landesdurchschnitt zurückliegt.

Der Bankkredit für Haushalte und Unternehmen erholte sich, während sich die Kreditqualität für Unternehmen, besonders in der Fertigungsindustrie, leicht verschlechterte.

Einlagen bei Banken nahmen zu, und die öffentlichen Ausgaben der lokalen Behörden stiegen, getrieben von PNRR-Investitionen.

Strukturelle Probleme bleiben

Der Banca d'Italia Bericht bestätigt die anhaltenden strukturellen Probleme der Basilicata, insbesondere die Abhängigkeit von einem schwächelnden Industriesektor.

Trotz positiver Entwicklungen in einigen Bereichen bleibt die Region in wichtigen Wirtschaftsindikatoren hinter dem nationalen Durchschnitt zurück.

Dies unterstreicht die Notwendigkeit gezielter politischer Maßnahmen, um nachhaltiges Wachstum und eine breitere Diversifizierung der Wirtschaft zu fördern.