Wirtschaft Kampaniens wächst 2025 um 0,9 Prozent
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Wirtschaft Kampaniens wächst 2025 um 0,9 Prozent

Die Wirtschaft Kampaniens verzeichnete 2025 ein Wachstum von 0,9 Prozent, angetrieben von Dienstleistungen und Baugewerbe. Gleichzeitig verbesserte sich die Beschäftigungslage in der Region.

Moderate Expansion in Kampanien

Kampaniens Wirtschaft wuchs 2025 moderat um 0,9 Prozent, über dem italienischen und süditalienischen Durchschnitt.

Die Expansion beschleunigte sich in den letzten Quartalen, getragen von Dienstleistungen und Baugewerbe; die Industrie erholte sich leicht.

Eine Umfrage der Banca d'Italia zeigte eine Trendwende für Industrieunternehmen, deren Umsatzsaldo wieder positiv wurde.

Während der Agrar- und Lebensmittelsektor Verbesserungen verzeichnete, schrumpfte die Automobilproduktion in Kampanien aufgrund rückläufiger Nachfrage.

Der Dienstleistungssektor profitierte von steigenden Umsätzen, insbesondere im Tourismus, der Flughafen- und Seehafenverkehr ankurbelte.

Im Baugewerbe stützten Projekte des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans (PNRR) und lokale Ausgaben die Aktivität.

Die Investitionsausgaben der Unternehmen stiegen, wenn auch nicht flächendeckend.

Die Exporte Kampaniens nahmen wieder zu, angeführt von der Pharmaindustrie.

Trotz des moderaten Wachstums blieb der Anteil der profitablen Unternehmen hoch, und die Liquiditätsreserven waren reichlich.

Arbeitsmarkt und Finanzierung im Wandel

Die moderate Wirtschaftsexpansion wirkte sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus.

Die Beschäftigung in Kampanien wuchs 2025 stärker als im nationalen Durchschnitt, insbesondere in Dienstleistungen und Industrie.

Die Arbeitslosenquote reduzierte sich um knapp zwei Prozentpunkte, obwohl die Beschäftigungs- und Beteiligungsquoten weiterhin unter dem Landesdurchschnitt lagen.

Bei den Haushalten stieg das reale verfügbare Einkommen, gestützt durch Beschäftigungs- und Lohnwachstum.

Jedoch fielen die Reallöhne im Privatsektor Kampaniens langfristig stärker als im Landesmittel.

Die Finanzintermediation verzeichnete ein Wachstum der Kredite an den privaten Sektor.

Unternehmenskredite erholten sich nach einer zweijährigen Kontraktion, und Hypotheken sowie Konsumentenkredite an Haushalte beschleunigten sich.

Die Kreditzinsen sanken.

Die Kreditqualität verschlechterte sich moderat für den Produktionssektor, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, blieb aber historisch niedrig.

Das Risiko bei Haushaltskrediten war weiterhin gering.

Bankeinlagen und Finanzanlagen der Haushalte wuchsen ebenfalls.

Wachstum mit Schattenseiten

Der Bericht zeichnet ein gemischtes Bild der kampanischen Wirtschaft, in dem das moderate Wachstum strukturelle Schwächen überdeckt.

Trotz positiver Trends bei Beschäftigung und Einkommen sind der langfristige Rückgang der Reallöhne und die anhaltende Anfälligkeit einiger Haushalte besorgniserregend.

Dies deutet darauf hin, dass die Erholung der Region noch nicht breit abgestützt ist und weiterhin gezielte politische Maßnahmen für eine inklusive und nachhaltige Entwicklung erfordert.