Molise-Wirtschaft 2025: Stagnation bei Konsum und Investitionen
Die Wirtschaft der Region Molise stagnierte 2025. Konsum und produktive Investitionen zeigten sich schwach, während öffentliche Investitionen zulegten und Exporte zurückgingen.
Geopolitische Bremsen und lokale Wetterkapriolen
Im Jahr 2025 stagnierte die Wirtschaft der Region Molise.
Die Wirtschaftsaktivität sank laut ITER-Indikator der Banca d'Italia um 0,1 Prozent, während Süditalien 0,7 Prozent und ganz Italien 0,5 Prozent wuchsen.
Schwacher Konsum und stagnierende produktive Investitionen bremsten die Binnennachfrage, belastet durch geopolitische Unsicherheit.
Öffentliche Investitionen, auch dank des PNRR, expandierten.
Die Exporte gingen zurück.
Anfang 2026 verschlechterte sich das Konjunkturumfeld national und international, zudem beeinträchtigten lokale Wetterereignisse die Wirtschaft.
Die Unternehmensproduktion war 2025 stark vom schwachen Industriesektor, insbesondere der Automobilindustrie, beeinflusst.
Trotzdem zeigten in Molise ansässige Industrieunternehmen Anzeichen einer Umsatzbelebung und stabilisierten ihre Investitionsausgaben.
Die Ertragslage der Unternehmen blieb insgesamt positiv, und die Liquidität stieg weiter an.
Zukünftige Energiepreisanstiege durch den Nahostkonflikt könnten die Rentabilität belasten, aber der Ausbau erneuerbarer Energien bietet Minderungspotenzial.
Arbeitsmarkt und Kreditqualität unter Druck
Der Arbeitsmarkt in Molise verzeichnete 2025 eine Stagnation des Beschäftigungswachstums und einen Rückgang der Erwerbsbevölkerung.
Die Schaffung neuer Stellen verlangsamte sich, und die realen Löhne sanken stärker als im Landesdurchschnitt.
Die Stunden für Kurzarbeit stiegen erheblich, insbesondere im Transportmittelbau.
Die Kaufkraft der Haushalte wuchs nur moderat, beeinflusst durch die wieder anziehende Inflation.
Konsumausgaben stiegen schwach, während Immobilienkäufe und Finanzanlagen der Haushalte zunahmen.
Die Kreditvergabe an den Privatsektor stabilisierte sich, mit geringerer Abnahme bei Unternehmenskrediten und einem Anstieg bei Haushalten.
Die Kreditqualität verschlechterte sich, vor allem im Produktionssektor.
Die Zahl der Bankfilialen sank weiter, während die digitale Nutzung zunahm.
Strukturelle Schwächen bleiben bestehen
Die Wirtschaft des Molise zeigt weiterhin strukturelle Schwächen, die über konjunkturelle Einflüsse hinausgehen.
Die Abhängigkeit von öffentlichen Investitionen und die anhaltenden Probleme im Automobilsektor erschweren eine nachhaltige Erholung.
Trotz punktueller positiver Entwicklungen bleibt ein breiter und selbsttragender Aufschwung für die Region eine Herausforderung.