BDI-Umfrage: Wirtschaftsausblick trübt sich ein
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BDI-Umfrage: Wirt­schafts­aus­blick trübt sich ein

Der Wirtschaftsausblick italienischer Unternehmen hat sich im zweiten Quartal 2026 weiter verschlechtert. Laut einer BDI-Umfrage belasten der Nahost-Konflikt und höhere Energiepreise die Stimmung.

Nahost-Konflikt belastet Stimmung

Der allgemeine Wirtschaftsausblick italienischer Industrie- und Dienstleistungsunternehmen hat sich im zweiten Quartal 2026 weiter verschlechtert.

Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Banca d'Italia (BDI), die zwischen dem 19. Mai und 16. Juni 2026 unter Firmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern durchgeführt wurde.

Die Meinungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage zeigten eine durchweg negative Entwicklung im Vergleich zur vorherigen Erhebung, wobei sich die Verschlechterung über alle Sektoren hinweg breitflächig manifestierte.

Als Hauptursachen für diese Eintrübung nennen die Unternehmen den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten und die damit verbundene Schließung der Straße von Hormus.

Diese geopolitischen Spannungen führten zu einem Anstieg der Preise für Energie und andere wichtige Produktionsfaktoren.

Die erhöhten Beschaffungskosten belasten die Profitabilität der Firmen und reduzieren die Planungssicherheit für die kommenden Monate.

Die direkten Auswirkungen auf die operativen Bedingungen tragen maßgeblich zur gedämpften Stimmung bei.

Preise steigen, Investitionen halten

Die Aussichten für die eigenen operativen Bedingungen der Firmen sind insgesamt weniger ungünstig, was auf verbesserte Bewertungen der Gesamtnachfrage, insbesondere im Dienstleistungsbereich, zurückzuführen ist.

Kurzfristige Nachfrageerwartungen sind positiv, bleiben aber für den Exportbereich vorsichtiger.

Trotz verschlechterter Investitionsbedingungen bleibt der Saldo der Unternehmen, die 2026 mehr investieren wollen, positiv, wenn auch leicht geringer als zuvor.

Die Inflationserwartungen für Verbraucherpreise liegen je nach Zeithorizont zwischen 2,5 und 2,8 Prozent.

Die Verkaufspreise der Firmen haben sich beschleunigt und sollen in den nächsten 12 Monaten weiter steigen, bedingt durch höhere Inputkosten aus dem Nahost-Konflikt.

Die meisten Unternehmen planen, diese Kosten, wenn auch begrenzt, an die Kunden weiterzugeben.

Quelle: Survey on Inflation and Growth Expectations - 2026 Q2

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