Italienische Wirtschaft im April 2026: Daten zu Konjunktur und Preisen
Die Banca d'Italia hat die vierte Ausgabe ihres Berichts 'The Italian economy in brief' für April 2026 veröffentlicht. Die Publikation bietet aktuelle statistische Daten zu Konjunktur, Arbeitsmarkt, Preisen und Finanzbedingungen Italiens.
Wachstum und Beschäftigung im Überblick
Die italienische Wirtschaft zeigte im Jahr 2023 ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent, das sich 2024 auf 0,8 Prozent verlangsamte und für 2025 auf 0,5 Prozent prognostiziert wird (Tabelle 3).
Der private Konsum der Haushalte stieg 2023 um 0,5 Prozent und wird für 2024 und 2025 mit 1,2 bzw. 1,1 Prozent erwartet.
Die Industrieproduktion, gemessen am Index 2021=100, zeigte im Jahresverlauf Schwankungen, wobei die Geschäftsaussichten der Industrieunternehmen eine moderate Zuversicht widerspiegeln (Tabelle 4).
Auf dem Arbeitsmarkt verzeichnete Italien im Euro-Vergleich eine Arbeitslosenquote von rund 7,5 Prozent im Jahr 2025 (Tabelle 8b).
Die vertraglichen Löhne im nicht-landwirtschaftlichen Privatsektor zeigten im Jahresvergleich ein Wachstum von etwa 2-3 Prozent in den Jahren 2024 und 2025 (Tabelle 9a).
Preisentwicklung, Außenhandel und Finanzmärkte
Die harmonisierte Verbraucherpreisinflation (HVPI) in Italien lag 2024 bei 2,4 Prozent und sank im Januar 2026 auf 1,0 Prozent, bevor sie im März 2026 wieder auf 1,5 Prozent anstieg (Tabelle 11).
Die Exporte von Waren aus Italien zeigten im Jahresverlauf 2025 eine stabile Entwicklung.
Die Leistungsbilanz Italiens verbesserte sich von einem Defizit von 36,6 Mrd. Euro im Jahr 2022 auf einen Überschuss von 24,1 Mrd. Euro im Jahr 2024 (Tabelle 15).
Die Finanzschuld der Haushalte in Italien lag im dritten Quartal 2025 bei etwa 60 Prozent des Bruttoverfügbaren Einkommens (Tabelle 19).
Transparenz für Italiens Wirtschaft
Die regelmäßige Veröffentlichung dieser umfassenden Daten durch die Banca d'Italia ist essenziell für die transparente Analyse der italienischen Wirtschaft.
Obwohl der Bericht keine interpretierenden Texte enthält, liefert er eine faktenbasierte Grundlage für fundierte Einschätzungen.
Für Analysten und Entscheidungsträger bleibt er ein unverzichtbares Referenzwerk zur aktuellen Lage.
Quelle: The Italian economy in brief, No. 4 - April 2026
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