Italiens Wirtschaft im Juli: Wachstum und Preise im Fokus
Die Banca d'Italia veröffentlicht ihren Juli-Bericht zur italienischen Wirtschaft. Er beleuchtet zentrale Indikatoren für Aktivität, Arbeitsmarkt, Preise und Finanzstabilität.
Wachstum und Arbeitsmarkt: Gemischte Signale
Die italienische Wirtschaft verzeichnete im ersten Quartal 2026 ein BIP-Wachstum von 0,3 Prozent, nach 0,9 Prozent im Jahr 2023.
Für 2024 wird ein Wachstum von 0,8 Prozent prognostiziert, gefolgt von 0,5 Prozent im Jahr 2025.
Der monatliche Ita-coin Indikator signalisiert eine verhaltene, aber positive Entwicklung.
Der private Konsum der Haushalte stieg 2023 um 0,5 Prozent und soll 2024 um 1,2 Prozent zulegen.
Die Bruttoanlageinvestitionen zeigten 2023 ein starkes Plus von 10,1 Prozent, werden aber für 2024 mit einem Rückgang von 3,1 Prozent erwartet.
Die Industrieproduktion und das Geschäftsklima in der Industrie blieben volatil.
Auf dem Arbeitsmarkt zeigten die Beschäftigungszahlen und die Aktivitätsrate im Jahresverlauf 2026 eine weitgehend stabile Entwicklung.
Die Arbeitslosenquote Italiens lag im Euroraum weiterhin über dem Durchschnitt von Deutschland und Frankreich.
Die Lohnentwicklung im privaten Sektor verzeichnete moderate Zuwächse.
Inflation zieht an, Kreditmärkte stabil
Die Inflation in Italien, gemessen am HVPI, stieg im Mai 2026 auf 3,2 Prozent und lag im Juni (vorläufig) bei 3,1 Prozent, nach 1,0 Prozent im Januar.
Die Kerninflation verharrte im Juni bei 1,7 Prozent.
Die Erzeugerpreise für Industrieprodukte (PPI) zeigten im Mai einen starken Anstieg von 9,1 Prozent.
Die Exporte von Waren entwickelten sich 2026 positiv, und die Preiswettbewerbsfähigkeit blieb stabil.
Die Finanzschuld der Haushalte nahm leicht zu, während die Kreditaufnahme der Unternehmen stabil blieb.
Bankkredite an den Privatsektor wuchsen moderat, und die Zinsen für neue Kredite blieben stabil.
Die Quote der notleidenden Kredite zeigte eine leichte Verbesserung.
Quelle: The Italian economy in brief, No. 7 - July 2026
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