MiCA-Übergangsfrist endet: 9 Krypto-Anbieter in Italien autorisiert
Die Übergangsfrist der europäischen MiCA-Verordnung für Krypto-Dienstleister ist beendet. In Italien sind nun neun Unternehmen offiziell für Krypto-Dienstleistungen zugelassen, um den neuen EU-Standards zu entsprechen.
Neun autorisierte Anbieter für den EU-Markt
Ab dem 1. Juli endet die Übergangsphase der europäischen MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) für Virtual Asset Service Provider (VASP), die bisher unter nationalen Regelungen operierten.
In der gesamten Europäischen Union dürfen Krypto-Dienstleistungen für europäische Kunden ausschließlich von als CASP (Crypto-Asset Service Provider) nach MiCAR autorisierten Unternehmen sowie von bereits beaufsichtigten Intermediären, die ihre Absicht zur Erbringung von Krypto-Dienstleistungen mitgeteilt haben, angeboten werden.
Eine nicht autorisierte Erbringung dieser Dienste stellt einen Verstoß gegen EU-Recht dar.
In Italien hat die Consob in enger Abstimmung mit der Banca d'Italia acht CASP autorisiert, darunter CheckSig S.r.l. und Young Platform S.p.A. Ein weiterer Bankintermediär, Banca Sella S.p.A., hat die Banca d'Italia über seine Krypto-Dienstleistungen informiert.
Diese neun Betreiber sind im ESMA-Register eingetragen und können ihre Dienste EU-weit anbieten, dank des europäischen Passports.
Geordneter Ausstieg für nicht-autorisierte Anbieter
Betreiber, die bis zum heutigen Datum keine CASP-Autorisierung in mindestens einem EU-Land erhalten haben, müssen ihre Aktivitäten einstellen.
Sie dürfen sich nur noch auf die Abwicklung bestehender Kundenbeziehungen beschränken, um die Übertragung oder Liquidation von Positionen gemäß den Verhaltensregeln und Anti-Geldwäsche-Vorschriften zu ermöglichen.
Dabei müssen die Interessen der Kunden gewahrt und Marktrisiken minimiert werden.
Die ESMA hat diese nicht-autorisierten Anbieter aufgefordert, geordnete Ausstiegspläne vorzulegen.
Diese Pläne sollen gewährleisten, dass Kunden-Assets sicher auf autorisierte Betreiber oder selbstverwaltete Wallets übertragen werden, ohne wirtschaftlichen Schaden für die Kunden zu verursachen.
Investoren müssen jetzt genau hinsehen
Die neue MiCA-Regulierung schafft Klarheit, verlangt aber auch Eigenverantwortung von Anlegern.
Es ist entscheidend, die Autorisierung des eigenen Krypto-Dienstleisters im ESMA-Register zu prüfen, um rechtliche Grauzonen zu vermeiden.
Nur so können Kunden sicherstellen, dass ihre Krypto-Assets den neuen Schutzstandards der EU unterliegen.