Dezentrale Finanzen: ToDeFi 2026 in Rom
Die Banca d'Italia veranstaltet am 24. und 25. Juni 2026 die ToDeFi-Konferenz in Rom. Experten diskutieren über tokenisierte Assets, digitale Anleihen und die Auswirkungen auf die Geldpolitik.
Tokenisierte Assets und digitale Infrastrukturen
Die zweitägige Konferenz, ausgerichtet von der Banca d'Italia, widmet sich den neuesten Entwicklungen im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi).
Am ersten Tag stehen tokenisierte traditionelle Assets im Fokus, darunter der Handel und die Kreditvergabe in tokenisierten Immobilien sowie digitale Anleihen als alternative Marktinfrastruktur.
Beiträge von Valerie Laturnus (Durham University) und Shufan Ma (KTH Royal Institute of Technology) beleuchten die Potenziale und Herausforderungen.
Lorenzo Schönleber (Collegio Carlo Alberto) spricht über die Digitalisierung von Geldmarktfonds.
Stefano Siviero von der Banca d'Italia eröffnet die Konferenz, gefolgt von einer Keynote Speech von Fahad Saleh.
Regulierung, Protokolle und makroökonomische Effekte
Der zweite Konferenztag konzentriert sich auf das Anlegerverhalten, die Regulierung und Compliance in der digitalen Finanzwelt, mit Beiträgen von Tammaro Terracciano (IESE Business School) und Alessandra Sanelli (Banca d'Italia).
Des Weiteren werden DeFi-Protokolle hinsichtlich Design, Opazität und Kredit untersucht, unter anderem von Natalia Rostova (EDHEC) und Marco Dell'Erba (Universität Zürich).
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Krypto und Geldpolitik, insbesondere der Transmissionsmechanismus auf Stablecoin-Raten, vorgestellt von Benoît Nguyen (EZB), und die Auswirkungen von Krypto-Schocks, präsentiert von Marco Pinchetti (Banque de France).
Marcello Pericoli von der Banca d'Italia hält die Abschlussrede.
Proaktiver Schritt in komplexem Terrain
Die Konferenz unterstreicht die wachsende Relevanz dezentraler Finanzen für Zentralbanken und Regulierer.
Die Banca d'Italia positioniert sich hier proaktiv, um die komplexen Implikationen von DeFi auf Finanzstabilität und Geldpolitik zu ergründen.
Dennoch bleibt das Feld hochvolatil und die regulatorischen Herausforderungen sind immens, was eine schnelle und umfassende Einordnung erschwert.