Banca d'Italia legt Klimaplan für Netto-Null-Emissionen bis 2050 vor
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Banca d'Italia legt Klimaplan für Netto-Null-Emissionen bis 2050 vor

Die Banca d'Italia hat ihren Übergangsplan zur Eindämmung und Anpassung an den Klimawandel vorgestellt. Ziel ist die Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050, mit einer Reduktion um 90 Prozent gegenüber 2019.

Der Weg zur Netto-Null-Emission bis 2050

Der heute vorgestellte Übergangsplan der Banca d'Italia ist ein weiterer Schritt zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks der Bank.

Kern der Strategie ist der schrittweise Übergang von Gas zu Elektrizität als primäre Energiequelle für Heizsysteme.

Dies wird, zusammen mit der Rationalisierung des Energieverbrauchs, die Treibhausgasemissionen und die Abhängigkeit von importierten Energiequellen reduzieren.

Die Bank strebt Netto-Null-Emissionen bis 2050 an, was eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 90 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2019 bedeutet, ergänzt durch die permanente Entfernung restlicher Emissionen.

Ein Zwischenziel zur Emissionsreduktion ist für 2035 festgelegt.

Der Plan umfasst direkte und indirekte Emissionen aus dem Betrieb von Gebäuden und Rechenzentren, der Produktion und Zirkulation von Banknoten sowie der gesamten Wertschöpfungskette.

Zu den Initiativen gehören die Beschleunigung der Elektrifizierung von Heizsystemen, die Optimierung der Logistik, die Nutzung erneuerbarer Energien (Photovoltaik, PPAs), die Dekarbonisierung der Lieferkette und die Reduzierung des Umweltfußabdrucks von Banknoten und Mitarbeiterreisen.

Einbettung in europäische und nationale Klimaziele

Der Übergangsplan der Banca d'Italia ist in europäische und internationale Rahmenwerke eingebettet.

Das Pariser Abkommen und das Europäische Klimagesetz (Verordnung (EU) 2021/1119) verpflichten die EU-Institutionen und Mitgliedstaaten zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050 und zur kontinuierlichen Verbesserung der Anpassung an den Klimawandel.

Als Mitglied des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) unterstützt die Banca d'Italia die allgemeinen Wirtschaftspolitiken der EU, einschließlich der Ziele für nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz.

In Italien sind der Schutz der Umwelt und die Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Integrierten Nationalen Energie- und Klimaplan (PNIEC) sowie im Nationalen Plan zur Anpassung an den Klimawandel (PNACC) verankert.

Die Umsetzung des Plans wird zusätzliche Vorteile bringen, darunter die Verbesserung der Energiesicherheit, die Förderung technologischer Entwicklungen und den Aufbau von Fachwissen.

Die Governance des Plans basiert auf einem strukturierten Rahmen mit klar definierten Rollen und Verantwortlichkeiten, von der Festlegung der Strategie durch den EZB-Rat bis zur operativen Umsetzung durch die Direktionen.

Der Plan wird alle drei Jahre aktualisiert und in die strategische Planung der Bank integriert.

Ambition trifft auf Realität

Der Klimaplan der Banca d'Italia unterstreicht die wachsende Bedeutung von Klimaschutz für Zentralbanken und setzt ein wichtiges Signal für den Finanzsektor.

Obwohl er primär interne Abläufe betrifft, zeigt er die Herausforderungen bei der Dekarbonisierung historischer Gebäude auf.

Die Erreichung der ehrgeizigen Ziele hängt stark von externen technologischen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren ab, die außerhalb der direkten Kontrolle der Bank liegen.