Devisenreserven auf 29 Milliarden Euro und Inflation bei 2,7 Prozent
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Devisenreserven auf 29 Milliarden Euro und Inflation bei 2,7 Prozent

Die serbische Zentralbank verzeichnete 2025 eine durchschnittliche Inflation von 3,8 Prozent sowie Bruttodevisenreserven von 29,0 Milliarden Euro. Vor dem parlamentarischen Finanzausschuss verteidigte die Notenbank ihren Leitzins von 5,75 Prozent und die gezielte Stützung des Dinars.

Leitzins bei 5,75 Prozent und Goldrekord

Die serbische Notenbank hielt ihren Leitzins im von Schocks geprägten Jahr 2025 bei 5,75 Prozent, um den restriktiven Kurs beizubehalten.

Die Teuerungsrate sank im Jahresdurchschnitt auf 3,8 Prozent und fiel bis Juni 2026 weiter auf 2,7 Prozent.

Im Bankensektor erreichten die notleidenden Kredite mit einer Quote von 2,1 Prozent ein historisches Tief, während die Kreditvergabe an Unternehmen und Haushalte 2025 um 15,4 Prozent zulegte.

Die Bruttodevisenreserven beliefen sich Ende 2025 auf 29,0 Milliarden Euro, was 6,7 Monatsimporten entspricht.

Zudem baute die Notenbank die Goldreserven auf einen Höchststand von 52,5 Tonnen im Wert von 6,2 Milliarden Euro aus.

Aus dem Betriebsergebnis von 48,1 Milliarden Dinar fließen 33,7 Milliarden Dinar direkt in das Staatsbudget.

Erste Nettoverkäufe seit der Pandemie

Um den Dinar gegen Abwertungsdruck nach Sanktionen gegen den Ölkonzern NIS zu stabilisieren, veräußerte die NBS 2025 netto 580 Millionen Euro am Devisenmarkt – die ersten Nettoverkäufe seit 2020. „Reserven baut man in guten Zeiten auf, um in schwierigen Zeiten Stabilität zu sichern“, betonte die Notenbankführung.

Das reale BIP-Wachstum erreichte im ersten Quartal 2026 3,2 Prozent.

Für 2026 werden 3,0 Prozent und für 2027 4,5 Prozent Wachstum prognostiziert.

Zudem traten im Mai 2026 operative SEPA-Zahlungen in Kraft.

Solides Polster, schmaler Grat

Die rigide Wechselkursverteidigung dämpft den Preisauftrieb wirksam, bindet jedoch beträchtliche Devisenreserven.

Das hohe Zinsniveau und gesunkene Kreditausfälle sichern vorerst die Finanzstabilität.

Dauerhafte Preisdeckelungen und externe Energieschocks bleiben jedoch erhebliche Verwundbarkeiten für die Notenbank.

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