Rehn fordert integrierten Kapitalmarkt und Energiesicherheit
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Rehn fordert integrierten Kapitalmarkt und Energiesicherheit

Olli Rehn, Gouverneur der Bank von Finnland, fordert eine rasche Vollendung der europäischen Spar- und Investitionsunion. Europas Widerstandskraft erfordere zudem stärkere Verteidigung, weniger Abhängigkeit von fossilen Energieimporten und höhere Produktivität.

Energiepreise treiben Inflation über Ziel

Europas Banken haben Pandemie, Russlands Krieg gegen die Ukraine und Energiekrise dank Aufsicht, Kapitalpuffern und raschem Handeln überstanden, sagte Rehn beim Symposium von OMFIF und DZ Bank in Bangkok am 17. Oktober 2026.

Der Nahostkrieg erhöht nun Energiepreise und Inflation.

Die Teuerung liegt über dem Ziel; bislang sieht Rehn weder eine Übertragung auf andere Preise und Löhne noch Zweitrundeneffekte.

Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben sowie privater Konsum stützen das Wachstum.

Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken sieht drei Risikofelder: Geopolitik und Klima, konzentrierte Finanzengagements im KI-Boom sowie hohe und steigende Staatsschulden.

Eine KI-Bewertungskorrektur und höhere Finanzierungskosten bergen Risiken.

Die Geldpolitik bleibt auf Preisstabilität ausgerichtet.

Europas Ersparnisse bleiben fragmentiert

Rehn verlangt mehr europäische Verantwortung als NATO-Pfeiler, erneuerbare Energien und Kernkraft sowie Produktivitätsreformen nach dem Draghi-Bericht: Binnenmarkt vollenden, Bürokratie abbauen, Unternehmertum, Innovation und Humankapital fördern.

Die Ersparnisse liegen in 27 getrennten Märkten; die Spar- und Investitionsunion soll sie mobilisieren.

EU-Freihandelsabkommen decken 87 Länder ab.

Rehn nennt Indien und Australien, die bevorstehende Unterzeichnung mit Indonesien, eine erste Einigung mit den Philippinen, Gespräche mit Thailand und ein digitales Handelsabkommen mit Südkorea.

Gemeinsame Sicherheit braucht politische Zustimmung

Ein gemeinsamer sicherer und liquider Vermögenswert hat für Rehn aus Markt- und Finanzstabilitätssicht starke Argumente.

Er nennt tiefere Liquidität, sichere Sicherheiten, globale Investoren und niedrigere Kapitalkosten als Vorteile.

Die Entscheidung bleibt politisch; offene Handelsregeln und Zusammenarbeit über IWF und BIZ bleiben zentral.

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