Bankenaufsicht: Basler Ausschuss strafft Leitlinien um 75 Prozent
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Bankenaufsicht: Basler Ausschuss strafft Leitlinien um 75 Prozent

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat eine konsolidierte Version seiner Leitlinien und bewährten Praktiken zur Konsultation gestellt. Ziel ist eine verbesserte Zugänglichkeit und eine erhebliche Straffung der Materialien.

75 Prozent weniger Text: Neue Struktur für Bankenregeln

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat eine neue Sektion seiner Website lanciert, die eine konsolidierte Version seiner Leitlinien und bewährten Praktiken für Banken und Aufsichtsbehörden präsentiert.

Ziel ist es, die Zugänglichkeit der Dokumente durch ein benutzerfreundlicheres Format zu verbessern.

Die bisher als PDF-Dokumente vorliegenden Inhalte wurden in ein modulares Format umstrukturiert, ähnlich dem 2019 erfolgreich eingeführten Basler Rahmenwerk für Standards.

Durch die Reorganisation und Entfernung veralteter oder doppelter Inhalte konnte der Umfang der Leitlinien um rund 75 Prozent reduziert werden.

Die Veröffentlichung erfolgt zunächst im Entwurfsformat, begleitet von einem Konsultationsdokument zur Einholung von Feedback.

Keine neuen Regeln, nur mehr Klarheit

Die aktuelle Überarbeitung zielt explizit nicht darauf ab, neue Erwartungen an Banken oder Aufsichtsbehörden zu formulieren.

Stattdessen konzentrierte sich der Ausschuss auf die Reorganisation bestehender Materialien.

Im Zuge dessen wurden Inhalte entfernt, die als veraltet, redundant oder überholt galten, um ein schlankeres und zukunftsfähigeres Regelwerk zu schaffen.

Der Basler Ausschuss plant, seine Leitlinien und bewährten Praktiken regelmäßig zu überprüfen und an die Entwicklung von Standards, Aufsichtspraktiken und des Finanzsystems anzupassen.

Interessierte Parteien sind eingeladen, bis zum 26. Juni 2026 Kommentare zu den im Konsultationsdokument gestellten drei Fragen einzureichen.

Wichtiger Schritt für die Bankenunion

Die Initiative des Basler Ausschusses ist ein überfälliger Schritt zur Vereinfachung komplexer Bankenregulierungen.

Eine Reduktion um 75 Prozent ist beachtlich und wird die Zugänglichkeit für alle Marktteilnehmer erheblich verbessern.

Dies fördert nicht nur die Transparenz, sondern auch die effiziente Implementierung der Regeln, was letztlich der Finanzstabilität zugutekommt.