Großbanken halten stabile Kapital- und Liquiditätsquoten
BIS News

Großbanken halten stabile Kapital- und Liquiditätsquoten

Die risikobasierten Kapital- und Verschuldungsquoten international aktiver Großbanken blieben in der zweiten Jahreshälfte 2025 stabil. Dies geht aus dem aktuellen Basel-III-Monitoringbericht des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht auf Basis von 149 Instituten hervor.

Solide Puffer trotz höherem Kapitalbedarf

Die vollständige Umsetzung des finalen Basel-III-Regelwerks erhöht das erforderliche Tier-1-Mindestkapital für internationale Großbanken der Gruppe 1 um durchschnittlich 2,2 Prozent.

Im Juni 2025 lag dieser Wert noch bei 1,7 Prozent, was der Basler Ausschuss primär auf die vergrößerte Stichprobe zurückführt.

Die regulatorische Kapitallücke der Gruppe 1 stieg leicht von 0,9 Milliarden Euro auf 1,2 Milliarden Euro.

Gleichzeitig verbesserte sich die gewichtete Liquiditätsdeckungsquote (LCR) auf 136,6 Prozent, während die strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) geringfügig auf 123,3 Prozent nachgab.

Sämtliche untersuchten Banken übertreffen damit weiterhin die regulatorische Mindestanforderung von jeweils 100 Prozent für beide Kennzahlen.

149 Institute im globalen Härtetest

Die Erhebung stützt sich auf Bilanzdaten von 149 Banken zum Stichtag 31. Dezember 2025.

Darunter befinden sich 106 Institute der Gruppe 1 mit mehr als 3 Milliarden Euro Kernkapital, inklusive 29 global systemrelevanter Großbanken (G-SIBs), sowie 43 kleinere Institute der Gruppe 2. Die Berechnung unterstellt eine vollumfängliche Anwendung der Standards ohne die bis zum 1. Januar 2028 geltenden Übergangsregelungen.

Der Basler Ausschuss analysiert die Auswirkungen seit 2012 halbjährlich.

Vollzug ohne Drama

Die Zahlen entzaubern die Warnungen vor einer drastischen Kapitalnot durch Basel III.

Eine weltweite Kapitallücke von nur 1,2 Milliarden Euro ist für die globalen Großbanken problemlos beherrschbar.

Damit schwinden die Argumente der Banken gegen den planmäßigen Abschluss der Reformen bis 2028.

Fehler melden