Fremdwährungskredite in Euro wachsen schneller als in Dollar
BIS Data

Fremd­wäh­rungs­kre­di­te in Euro wachsen schneller als in Dollar

Die globalen Liquiditätsindikatoren der BIZ zeigen für das erste Quartal 2026 ein kräftiges Wachstum der Fremdwährungskredite in US-Dollar und Euro. Euro-Denominierungen legten dabei mit 12 Prozent deutlich schneller zu als US-Dollar-Kredite mit 7,3 Prozent.

Euro-Kredite hängen den Dollar ab

Das Volumen der in US-Dollar und Euro denominierten Fremdwährungskredite wuchs im ersten Quartal 2026 kräftig.

Laut den Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich kletterte die jährliche Wachstumsrate bei Euro-Krediten auf 12 Prozent, während US-Dollar-Kredite um 7,3 Prozent zulegten.

Der Gesamtdatenbestand der ausstehenden US-Dollar-Schulden außerhalb des US-Währungsraums erreichte Ende März 2026 einen Wert von 14,7 Billionen US-Dollar.

Auf Schwellen- und Entwicklungsländer entfielen dabei rund 30 Prozent dieses Volumens.

Gleichzeitig beliefen sich die in Euro denominierten Fremdwährungsschulden auf 5,1 Billionen Euro, von denen etwa 17 Prozent von Kreditnehmern aus Schwellenländern gehalten wurden.

Schleichende Verschiebung der Marktanteile

Obgleich der Gesamtwert der Euro-Verbindlichkeiten deutlich unter dem Niveau der US-Dollar-Kredite liegt, verzeichnet der Euro seit mehreren Jahren ein schnelleres relatives Wachstum.

Zwischen dem dritten Quartal 2022 und dem ersten Quartal 2026 stieg der weltweite Anteil des Euro an den internationalen Fremdwährungskrediten von 22 Prozent auf 28 Prozent.

In den Schwellenländern kletterte dieser Anteil im selben Zeitraum von 14 Prozent auf 18 Prozent.

Die Liquiditätsindikatoren erfassen dabei sowohl direkte Bankkredite als auch die Nettoemissionen internationaler Anleihen.

Vormarsch mit Si­cher­heits­ab­stand

Der stetige Marktanteilsgewinn zeigt die wachsende Attraktivität des Euro außerhalb seines Währungsraums.

Dennoch bleibt der US-Dollar die dominierende globale Reserve- und Kreditwährung.

Für die Finanzstabilität in Schwellenländern schafft diese Verschiebung indes neue Währungsrisiken.

Quelle: BIS global liquidity indicators at end-March 2026

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