Hernández de Cos richtet BIZ auf KI und Schattenbanken aus
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Hernández de Cos richtet BIZ auf KI und Schattenbanken aus

BIZ-Generaldirektor Pablo Hernández de Cos richtet die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit der Strategie BIS 100 neu aus. Bis zum hundertjährigen Bestehen 2030 stehen Risiken durch Nichtbanken, Tokenisierung und künstliche Intelligenz im Zentrum der Forschungsagenda.

Fokus auf Nichtbanken und Tokenisierung

BIZ-Generaldirektor Pablo Hernández de Cos hat die Strategie BIS 100 vorgestellt, die bis zum hundertjährigen Bestehen der Institution 2030 läuft.

Der Nachfolger von Agustín Carstens definierte vier Schwerpunkte für die Forschungsarbeit: Erstens untersucht die Bank technologische Neuerungen von Stablecoins bis zu tokenisierten Einlagen.

Zweitens analysiert sie Nichtbanken, die wachsende Mengen an Staatsschulden intermediieren, sowie deren Verflechtungen mit traditionellen Banken.

Drittens stehen geopolitische Fragmentierung, die Alterung der Bevölkerung und Einflüsse von KI auf Produktivität und Arbeitsmarkt im Fokus.

Viertens evaluiert die BIZ die Wirksamkeit und potenzielle Nebenwirkungen von Regulierungsmaßnahmen.

Megatrends in einer fragilen Weltwirtschaft

Die Neuausrichtung reagiert auf tiefgreifende Megatrends.

Hernández de Cos verwies auf eine zunehmende Komplexität der Finanzmärkte, getrieben durch hohe Staatsverschuldung, häufigere Angebotsschocks und geopolitische Spannungen.

Technologische Umbrüche durch künstliche Intelligenz und digitale Geldformen beschleunigen diesen Wandel.

Die Strategie soll die Zentralbanken bei ihren Mandaten für Preis- und Finanzstabilität unterstützen.

Dafür stärkt die BIZ vier Kernfunktionen: Analysen, Dialogforen, Technologieerprobung und klassische Bankdienstleistungen für Notenbanken.

Sinnvolle Diagnose, fehlender Biss

Der BIZ-Vorstoß trifft die neuralgischen Schwachstellen des Finanzsystems genau.

Vor allem die Verflechtung von Nichtbanken mit Staatsschulden birgt akute systemische Risiken.

Dennoch bleibt die Agenda zahnlos, solange den Analysen keine verbindlichen globalen Regeln folgen.

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