Costa meldet schwächeren Wachstumsausblick für Chile
Chiles Zentralbankpräsidentin Rosanna Costa berichtet vor dem Senat in Santiago von einer erneut gesenkten Wachstumsprognose für 2026. Schwächerer Konsum und geringere Investitionen bremsen die Wirtschaft, während die Inflation den Prognosen folgt.
Binnenwirtschaft verliert an Tempo
Die Zentralbank von Chile senkt im dritten Geldpolitischen Bericht 2026 erneut ihren Wachstumsausblick für das laufende Jahr.
Präsidentin Rosanna Costa nennt neben den angebotsseitigen Störungen zu Jahresbeginn einen schwächeren Arbeitsmarkt, sinkendes Vertrauen sowie nachlassenden Konsum und geringere Investitionen.
Der Konflikt im Nahen Osten und höhere Öl- und andere Rohstoffpreise hatten die Aussichten zuvor verändert.
Die Zentralbank prüfte daraufhin die Folgen für Inflation, Wirtschaftsaktivität und Geldpolitik.
Die Inflation entwickelte sich seither im Einklang mit den Prognosen.
Die Weltwirtschaft erwies sich zugleich als widerstandsfähiger als angenommen, gestützt durch Investitionen in die Entwicklung und Nutzung künstlicher Intelligenz.
Frühe Zuversicht trägt nicht
Ende 2025 rechnete die Zentralbank für einen Großteil des Jahres 2026 mit einer Inflation um 3 Prozent und einem Wirtschaftswachstum zwischen 2 und 3 Prozent.
Das externe Umfeld und bessere binnenwirtschaftliche Erwartungen stützten dieses Bild zunächst.
Chile ging mit zielnaher Inflation und ohne größere makroökonomische Ungleichgewichte in den Schock.
Costa erläuterte den Bericht am 9. September 2026 vor dem Senat in Santiago de Chile im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Rechenschaftspflicht.
Erholung braucht wieder Investitionen
Die Zentralbank stellt für die Zukunft wieder höhere Wachstumsraten in Aussicht.
Sie setzt dabei auf eine Erholung der Investitionen, gestützt durch das jüngst verabschiedete Wiederaufbaugesetz und hohe Kupferpreise.
Eine neue Wachstumszahl nennt Costa nicht.
Quelle: Chile's September 2026 Monetary Policy Report
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