Wohnkosten überlasten ein Drittel der spanischen Mieterhaushalte
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Wohnkosten überlasten ein Drittel der spanischen Mieterhaushalte

Mehr als 25 Prozent des Nettoeinkommens zahlen spanische Mieter im Schnitt fürs Wohnen, ein Drittel sogar über 30 Prozent. Die spanische Zentralbank warnt in ihrem Jahresbericht vor einer sozialen Notlage durch Baulandmangel und schleppenden Wohnungsbau.

Einkommen hält mit den Mieten nicht mit

Die Kluft zwischen Wohnkosten und verfügbaren Haushaltseinkommen hat sich in Spanien verschärft.

Mieterhaushalte wenden im Durchschnitt über 25 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete auf, ein Drittel sogar mehr als 30 Prozent.

Die Ursache liegt in einem anhaltenden Missverhältnis: Einer kräftigen Nachfrage durch Zuwanderung und Konzentration in Metropolen steht ein unzureichender Neubau gegenüber.

Baulandknappheit, langwierige Planungsverfahren, Fachkräftemangel und höhere Baukosten bremsen das Angebot aus.

Besonders junge Generationen geraten unter Druck.

Da Wohneigentum wegen hoher Kaufpreise und strenger Kredithürden kaum noch erreichbar ist, weichen sie auf den Mietmarkt aus, was die Preise in den Ballungsräumen weiter nach oben treibt.

Stabile Banken, aber reale Wachstumsbremsen

Finanzstabilitätsrisiken wie während der Immobilienblase der 2000er-Jahre sieht die Notenbank dank vorsichtiger Kreditvergabe und gesunder Bilanzen vorerst nicht.

Dennoch drohen makroökonomische Folgeschäden durch geringere Arbeitskräftemobilität und geschwächte Konsumkraft.

Als Gegenmaßnahme fordert der Bericht koordinierte angebotsseitige Reformen: schnellere Genehmigungen, Mobilisierung von Leerständen und Investitionen in Verkehrswege.

Reine Nachfragesubventionen bergen hingegen die Gefahr, die Preise bei unelastischem Angebot zusätzlich anzuheizen.

Subventionen kurieren nur Symptome

Spaniens Wohnungsnot ist kein monetäres Problem, sondern das Resultat jahrelanger struktureller Versäumnisse.

Staatliche Mietzuschüsse kurieren hierbei nur Symptome und treiben die Preise weiter in die Höhe.

Wirkliche Entlastung für junge Haushalte entsteht erst, wenn Bauland schneller freigegeben wird.

Quelle: Closing remarks at the Conference on the Spanish Economy

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