Panetta fordert mehr Widerstandskraft gegen Klimaschäden
BIS Rede

Panetta fordert mehr Widerstandskraft gegen Klimaschäden

Fabio Panetta, Gouverneur der Banca d’Italia, fordert mehr Widerstandskraft gegen physische Klimarisiken. In Manila erläuterte er am 19. Oktober 2026 drei Handlungsfelder zur Begrenzung wirtschaftlicher und finanzieller Schäden.

Klimaschäden belasten bereits die Wirtschaft

Extreme Wetterereignisse verursachten 2025 direkte Schäden von mehr als 200 Mrd. US-Dollar – mehr als doppelt so viel wie Anfang der 2000er Jahre.

Panetta zufolge senkt der Klimawandel die Produktivität, zerstört Sachkapital und belastet die öffentlichen Finanzen.

Was lange vor allem als Risiko für künftige Generationen galt, beeinflusst bereits die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen.

Klimaschutz bleibt unverzichtbar, beseitigt aber physische Klimarisiken nicht; ein Teil der Schäden ist bereits unvermeidbar.

Panetta nennt drei Handlungsfelder: Risiken besser verstehen, wirksamer teilen und abfedern sowie entschlossener investieren, um die Exposition gegenüber Klimarisiken und die Verwundbarkeit zu verringern.

Von langfristigen Risiken zur Gegenwart

Panetta eröffnete die Green-Swan-Konferenz 2026 in Manila; die Rede erschien am 21. Oktober 2026.

Veranstalter waren die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Bangko Sentral ng Pilipinas, Banca d’Italia und das Netzwerk zur Ökologisierung des Finanzsystems (NGFS).

Er dankte Gouverneur Remolona und der philippinischen Zentralbank für die Gastfreundschaft.

Seit der ersten Konferenz 2021 hat sich laut Panetta die Evidenz zum Klimawandel verdichtet.

Im Mittelpunkt stand diesmal der Umgang mit Klimarisiken unter Unsicherheit.

Klimaschutz allein reicht nicht

Panetta stellt Widerstandskraft neben die Vermeidung weiterer Erwärmung.

Seine Argumentation setzt bei bereits unvermeidbaren Schäden an, nicht allein bei langfristigen Risiken.

Risikoteilung und Investitionen zur Verringerung der Verwundbarkeit ergänzen damit den Klimaschutz.

Fehler melden