US-Wirtschaft trotzt Zöllen und Fed prüft Zinswende
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US-Wirtschaft trotzt Zöllen und Fed prüft Zinswende

Die US-Wirtschaft zeigt sich trotz der Zölle von April 2025 widerstandsfähig. Angesichts anziehender Beschäftigung und neuer Steuerentlastungen deutet die Fed für 2026 mögliche Zinserhöhungen an.

Vom Zinssenker zum Zinserhöher

Die US-Wirtschaft entwickelt sich trotz der im April 2025 von der Trump-Administration verhängten Zölle robust.

Zwar verlangsamte sich das Beschäftigungswachstum im Jahr 2025 zeitweise, im Jahr 2026 setzte jedoch eine deutliche Erholung ein.

Parallel dazu stiegen die Gewinne von Unternehmen, besonders im Technologiesektor.

Als Reaktion auf die vorübergehende Arbeitsmarktschwäche hatte die Federal Reserve ihren Leitzins im September, Oktober und Dezember 2025 dreimal gesenkt.

Während die Projektionen der Notenbanker zu Beginn des Jahres 2026 noch auf weitere Zinssenkungen hindeuteten, signalisieren die FOMC-Teilnehmer seit Mitte 2026 wieder die Möglichkeit von Zinserhöhungen.

Nordwind weicht der Sonne

Der wirtschaftspolitische Kurs in den USA vollzieht einen klaren Wandel.

Dominierte Anfang 2025 noch eine protektionistische „Nordwind“-Politik mit Zöllen und direktem Druck auf Handelspartner, setzt sich 2026 eine expansive „Sonnen“-Strategie durch.

Steuerkürzungen und Deregulierungsmaßnahmen stimulieren kräftige Unternehmensinvestitionen und treiben das Wirtschaftswachstum an.

Die befürchteten Einbrüche der Binnennachfrage blieben damit weitgehend aus.

Fiskalimpuls schlägt Zollbremse

Die Analyse offenbart eine zentrale Fehleinschätzung vieler Volkswirte bei den Zollfolgen.

Steuererleichterungen und Deregulierung überkompensieren handelspolitische Reibungsverluste deutlich schneller als angenommen.

Für Zentralbanken erzwingt dieser angebotsseitige Schub eine rasche Neubewertung des Zinspfads.

Quelle: Economic activity, prices, and monetary policy in Japan

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