Restoy fordert besseren Blick auf die Finanzlage der Haushalte
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Restoy fordert besseren Blick auf die Finanzlage der Haushalte

Fernando Restoy, Vorsitzender des Instituts für Finanzstabilität (FSI), fordert bessere Messgrößen zur finanziellen Gesundheit privater Haushalte. Er sprach am 13. Oktober 2026 beim 18. jährlichen G-24/AFI-Rundtisch in Bangkok über deren Rolle für Zentralbankmandate.

Haushaltsrisiken wirken auf Banken zurück

Finanzielle Gesundheit und die Kernmandate der Zentralbanken beeinflussen sich laut Restoy gegenseitig.

Finanzkrisen belasten Beschäftigung, Einkommen und Kreditzugang; Inflation schmälert Kaufkraft und reale Ersparnisse.

Umgekehrt können Haushalte ohne Reserven bei Schocks ihren Konsum senken und Kreditzahlungen einstellen.

Kreditverluste und strengere Vergabestandards verstärken dann die Belastung.

Finanzpolster bestimmen zudem, wie stark Haushalte auf Zinsänderungen reagieren, besonders bei variabel verzinsten Krediten oder Refinanzierungen.

Restoy fordert bessere Messungen und Forschung zur Ergänzung bestehender Modelle.

Subjektive Haushaltsangaben könnten Risiken früher erfassen als Zahlungsrückstände; ersetzen sollen sie etablierte Kennzahlen nicht.

Zugang allein schafft keine Sicherheit

Die G20-Definition umfasst vier Dimensionen: laufende Verpflichtungen erfüllen, Schocks auffangen, Zukunftsziele vorbereiten und finanzielle Sicherheit empfinden.

Mehr Zugang zu Finanzdiensten verbessert dies laut FSI-Arbeiten nicht automatisch.

Kryptowerte bieten Chancen durch günstigere, schnellere Transfers, mobile Zugänge und programmierbare Zahlungen.

Restoy verweist zugleich auf Volatilität, Betrug und fehlenden Schutz wie eine Einlagensicherung.

Geringe Finanzkompetenz verschärft die Risiken gerade in Märkten mit stark wachsender Kryptonutzung.

Ergänzung statt zusätzlichem Mandat

Restoy fordert kein zusätzliches Zentralbankziel, sondern mehr Aufmerksamkeit für Haushaltsresilienz innerhalb bestehender Mandate.

Ob neue Indikatoren früher warnen und Konsumreaktionen besser erklären, bleibt empirisch zu prüfen.

Die Widerstandsfähigkeit von Instituten allein reicht nach seiner Argumentation nicht aus.

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