73 Prozent der zollbetroffenen US-Firmen melden Nachteile
BIS Studie

73 Prozent der zollbetroffenen US-Firmen melden Nachteile

73 Prozent der betroffenen US-Firmen berichten von Zollnachteilen, besonders durch teurere Vorleistungen. Das zeigt eine am 19. Oktober 2026 veröffentlichte Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zu geoökonomischem Druck.

Zölle belasten, Exportkontrollen fördern Ersatz

58 Prozent der durch Zölle negativ betroffenen US-Firmen nennen höhere Vorleistungspreise.

Sie geben Kosten teilweise an Kunden weiter und absorbieren einen Teil über niedrigere Margen.

Einige heimische Produzenten gewinnen dagegen Marktanteile.

Exportkontrollen veranlassen knapp 40 Prozent der betroffenen Firmen in Zielländern zu mehr Forschung und Entwicklung.

Unter chinesischen Firmen mit dieser Reaktion nennen 66 Prozent heimische Ersatztechnologien als Motiv.

Russlandsanktionen seit 2022 belasten Firmen der Sanktionskoalition durch Umsatz- und Vermögensverluste.

Chinesische und indische Firmen besetzen entstandene Marktlücken; Indien profitiert auch von verbilligtem russischem Öl.

Europas Firmen nennen höhere Energiekosten, einige US-Anbieter zusätzliche Nachfrage.

Sprachmodelle erfassen unternehmerische Begründungen

Christopher Clayton, Antonio Coppola, Vanessa Hu, Matteo Maggiori, Jesse Schreger und Serdil Tinda analysieren rund 624.000 Gesprächsprotokolle von etwa 22.000 Firmen für 2008–2026.

Große Sprachmodelle erfassen Maßnahmen, Reaktionen und deren Begründungen.

Die Basisauswertung nutzt Gemma 4; Vergleiche erfolgen mit Llama, Qwen und GLM sowie Analystenberichten und beobachtbaren Firmendaten.

Gemessen werden subjektive Kausalzuschreibungen des Managements, keine ökonometrisch identifizierten Kausaleffekte.

Die Ergebnisse vertreten die Autoren, nicht notwendigerweise die BIZ.

Kau­sa­l­zu­schrei­bung ist kein Kausalnachweis

Die Autoren trennen berichtete Wirkungsmechanismen von nachgewiesenen Kausaleffekten.

Strategische Managementaussagen, die stärkere Erfassung großer Firmen und Klassifikationsfehler begrenzen die Aussagekraft.

Modellvergleiche und externe Datenprüfungen zeigen Übereinstimmungen, aber auch Messunsicherheit.

Quelle: Geoeconomic pressure

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