Studie offenbart Risiken im 16 Billionen Dollar schweren Repomarkt
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Studie offenbart Risiken im 16 Billionen Dollar schweren Repomarkt

Eine umfassende Studie der Federal Reserve und weiterer Zentralbanken analysiert die Risiken im globalen Repomarkt für Staatsanleihen. Das Marktvolumen erreichte Ende 2024 rund 16 Billionen US-Dollar. Dieselben Mechanismen, die Liquidität sichern, können im Stressfall Krisen rasch verstärken.

Effizienz und Ansteckung im Mil­li­ar­den­netz­werk

Der Markt für besicherte Wertpapierkredite (Repos) bildete Ende 2024 ein globales Volumen von knapp 16 Billionen US-Dollar ab, wovon fast 60 Prozent auf die USA entfallen.

Rund 80 Prozent aller Repos nutzen Staatsanleihen als Sicherheit.

Kurze Laufzeiten und die Wiederverwendung von Sicherheiten garantieren eine hohe Liquiditätseffizienz.

Primärhändler nutzen Rehypothekarisierung intensiv: Die neun größten US-Händler weisen Wiederverwendungsquoten von 85 Prozent auf.

Gleichzeitig birgt diese enge Vernetzung erhebliche Gefahren.

Wenn Zentralbanken oder Finanzinstitute unter Druck geraten, führen Margenforderungen, Null-Haircuts und schockartige Liquiditätsabflüsse bei Hedgefonds oder Geldmarktfonds zu Dominoeffekten im gesamten Finanzsystem.

Regulierung im Zwiespalt der Verschuldung

Post-Krisen-Regulierungen wie Basel III, die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) und Liquiditätskennzahlen haben die Banken gestärkt, aber auch die Zwischenhändlerkapazitäten eingeengt.

Stichtagsbezogenes 'Window Dressing' verringert die Marktaktivität regelmäßig zum Quartalsende.

Das Finanzstabilitätsboard schlägt daher regulatorische Untergrenzen für Sicherheitsabschläge (Haircut Floors) vor, um exzessive Hebelwirkungen von Nichtbanken einzudämmen.

Zudem reduziert zentrales Clearing Gegenparteirisiken, bündelt jedoch Liquiditätsrisiken in einzelnen Knotenpunkten.

Träger Pfeiler mit fragilen Rissen

Die Studie zeigt eindringlich, wie Regulierungslücken Risiken auf Schattenbanken verlagert haben.

Vor allem die hohe Hebelwirkung von Hedgefonds bei Basis-Trades bleibt eine tickende Zeitbombe.

Ohne strikte Mindest-Haircuts wird die nächste Krise erneut interventionistische Notkäufe erzwingen.