FSB-Krypto-Rahmenwerk: Umsetzung mit Lücken
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FSB-Krypto-Rahmenwerk: Umsetzung mit Lücken

Das FSB-Rahmenwerk für Kryptoassets und Stablecoins wird uneinheitlich umgesetzt. Eine Überprüfung zeigt Fortschritte, aber auch erhebliche Lücken und Inkonsistenzen in der globalen Regulierung.

Uneinheitliche Umsetzung schafft Risiken

Der Finanzstabilitätsrat (FSB) veröffentlichte im Juli 2023 sein globales Rahmenwerk für Kryptoasset-Aktivitäten (FSB Crypto Framework), basierend auf dem Prinzip 'gleiche Aktivität, gleiches Risiko, gleiche Regulierung'.

Eine im Oktober 2025 erschienene thematische Überprüfung bewertete den Fortschritt der FSB-Mitgliedsstaaten und teilnehmender Nicht-FSB-Jurisdiktionen bei der Implementierung.

Die Umsetzung des Rahmenwerks variiert erheblich: Bis August 2025 hatten nur 11 Jurisdiktionen umfassende Rahmenwerke für Kryptoasset-Aktivitäten finalisiert, lediglich fünf für Stablecoins.

Diese ungleichmäßige Implementierung erschwert die effektive Aufsicht über die globalen Kryptoasset-Märkte.

Ein kritisches Defizit ist die mangelnde Abdeckung von CASP-Aktivitäten, die Hebel- und Liquiditätsrisiken bergen, wie Kryptoasset-Kredite oder Margin-Handel.

Nur zwei Jurisdiktionen decken diese umfassend ab.

Auch die Aufsicht und Durchsetzung hinken der regulatorischen Entwicklung hinterher.

Stablecoins und Daten: Fragmentierte Landschaft

Die Regulierung globaler Stablecoin-Arrangements (GSCs) zeigt ebenfalls ein fragmentiertes und inkonsistentes Bild.

Der Implementierungsfortschritt ist langsam, da nur wenige Jurisdiktionen umfassende Rahmenwerke etabliert haben, die den Risiken von GSCs gerecht werden.

Kritische Lücken bestehen bei Risikomanagement, Kapitalpuffern und Abwicklungsplänen.

Zudem erschwert der Mangel an umfassenden Daten- und Berichtspflichten für CASPs und Stablecoin-Emittenten die Überwachung von Finanzstabilitätsrisiken erheblich.

Behörden sind stark auf kommerzielle Datenanbieter angewiesen.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bleibt ebenfalls fragmentiert und unzureichend, was die effektive Aufsicht über globale Kryptoasset-Aktivitäten behindert.

Re­gu­lie­rungs­ar­bi­tra­ge droht

Die uneinheitliche Umsetzung des FSB-Rahmenwerks schafft erhebliche Risiken für die Finanzstabilität, da sie Regulierungsarbitrage ermöglicht und die effektive Aufsicht über die globalen Krypto-Märkte erschwert.

Dringende, koordinierte Maßnahmen sind erforderlich, um diese Lücken zu schließen und ein widerstandsfähiges digitales Ökosystem zu fördern.

Ohne schnelle Harmonisierung bleiben die globalen Finanzmärkte anfällig für systemische Risiken durch unregulierte Krypto-Aktivitäten.