Leitzins bleibt unverändert bei 0,0 Prozent
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Leitzins bleibt unverändert bei 0,0 Prozent

Die Schweizerische Nationalbank belässt ihren Leitzins bei 0,0 Prozent. Das Direktorium um Präsident Martin Schlegel hält den aktuellen geldpolitischen Kurs trotz leicht gestiegener Energiepreise für angemessen zur Sicherung der Preisstabilität.

Nullzins und abgestufte Girokonten

Das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank (SNB) mit Präsident Martin Schlegel, Vizepräsident Antoine Martin und Petra Tschudin hält den Leitzins bei 0,0 Prozent.

Sichtguthaben von Banken bei der SNB werden bis zu einer definierten Freigrenze zum Leitzins verzinst.

Der Zinsabschlag für Sichtguthaben oberhalb dieser Schwelle verharrt unverändert bei 0,25 Prozentpunkten.

Die Währungshüter betonten zudem ihre Bereitschaft, bei Bedarf weiterhin am Devisenmarkt aktiv zu intervenieren, um angemessene monetäre Bedingungen im Land zu gewährleisten.

Schlegel erklärte die Ausrichtung für passend, um die Inflation im Bereich der Preisstabilität zu halten und das Wirtschaftswachstum zu stützen.

Energie treibt Teuerung temporär

Die Teuerung in der Schweiz hat seit Juni wieder angezogen.

Verantwortlich dafür sind laut SNB in erster Linie gestiegene Energiepreise.

Der mittelfristige Inflationsdruck habe sich hingegen nur geringfügig erhöht.

Daher sieht das Direktorium keinen Anlass für geldpolitische Anpassungen.

Die Notenbank behält sich Devisenmarktinterventionen vor, um einer unerwünschten Auf- oder Abwertung des Schweizer Frankens entgegenzuwirken.

Ruhe bewahren am Nullpunkt

Die SNB trotzt dem kurzfristigen Energiepreisschub und verzichtet klug auf übereilte Zinsschritte.

Mit der Zusage zu Deviseninterventionen hält sich Schlegel die entscheidende Waffe gegen Frankenaufwertungen offen.

Für die Schweizer Wirtschaft bedeutet dieser Nullzins-Entscheid vor allem Planungssicherheit in unsicheren Zeiten.

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