HKMA erweitert nachhaltige Taxonomie um Schwerindustrie
Die Währungsbehörde von Hongkong hat den Entwurf für Phase 2B ihrer Taxonomie für nachhaltige Finanzen zur Konsultation vorgelegt. Das Rahmenwerk bezieht erstmals schwer dekarbonisierbare Sektoren wie Stahl und Luftfahrt sowie Anpassungsmaßnahmen gegen Klimarisiken ein.
Vom Elektroauto bis zum Hochwasserschutz
Mit der Phase 2B erweitert die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) ihre Taxonomie gezielt um Schlüsselbereiche der Dekarbonisierung.
Neben Enablern wie der Batterieherstellung und -wiederverwertung umfasst der Standard nun schwer dekarbonisierbare Industrien wie die Stahlproduktion und den Luftverkehr.
Ergänzend führt die Behörde Kriterien für Klimaresilienz ein, darunter Küstenschutz und Hochwassermanagement.
Asien verursacht über 60 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen, während saubere Energien im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel des Wachstums in Festlandchina trugen.
Die HKMA will mit dem Entwurf grenzüberschreitende Interoperabilität sicherstellen.
Leitlinien und Plattformen für Banken
Neben der Taxonomie setzt die HKMA auf verbindliche Leitlinien für die Transformationsplanung von Banken, bei denen der direkte Dialog mit Firmenkunden im Mittelpunkt steht.
Parallel dazu wurde die 2024 gestartete Cloud-Plattform zur physischen Risikobewertung weltweit ausgerollt.
Nach Behördenangaben analysierten Institute bislang rund zwei Millionen Vermögenswerte über das System, um physische Risiken in der Region und international zu erfassen.
Pragmatismus statt Reinheitslehre
Hongkongs Einbindung von Schwerindustrie und Anpassungsprojekten bricht pragmatisch mit zu engen grünen Standards.
Ohne Kapital für die Transformation der Emissionsriesen bleibt Asiens Klimaziel unerreichbar.
Der Erfolg steht und fällt jedoch mit der globalen Akzeptanz dieser Kriterien.