Albanien startet Finanzkodex für Unternehmerinnen
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Albanien startet Finanzkodex für Unternehmerinnen

Die Bank von Albanien hat gemeinsam mit internationalen Partnern den globalen Finanzkodex für Unternehmerinnen eingeführt. Die Initiative soll über geschlechterspezifische Kreditdaten den Kapitalzugang für von Frauen geführte Firmen erleichtern.

Datenbasierte Kredite statt Annahmen

Mit dem Beitritt zum „WE Finance Code“ verpflichtet sich der albanische Finanzsektor zu einer systematischen Erfassung von Finanzierungsdaten.

Ein zentrales Ergebnis der bisherigen Vorarbeiten ist der Aufbau eines nationalen Dashboards, das Kredite an Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen erstmals nach Geschlecht aufschlüsselt.

Die Zentralbank kooperiert dabei mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), der Women Entrepreneurs Finance Initiative und der Frankfurt School.

Die Initiative stützt sich auf drei Säulen: institutionelle Führung, konkrete Maßnahmen und datengestützte Marktanalysen.

Ziel ist es, den tatsächlichen Finanzierungsbedarf von Unternehmerinnen präzise abzubilden.

Vom Kreditsegment zum Zielmarkt

Die albanische Notenbank verknüpft die Initiative mit laufenden Reformen zur Modernisierung der Zahlungsinfrastruktur und zur Stärkung der finanziellen Allgemeinbildung.

Kommerzielle Banken und Mikrofinanzinstitute des Landes sollen die neuen Daten nutzen, um passgenaue Kreditprodukte für von Frauen geführte Betriebe zu entwickeln.

Die Bank von Albanien betont, dass Kapital gezielter in wertschöpfende Projekte fließen muss, um das ungenutzte Potenzial der Volkswirtschaft zu heben.

Daten allein schaffen noch kein Kapital

Die statistische Erfassung von Kreditströmen nach Geschlecht schließt eine überfällige Lücke in Albaniens Finanzarchitektur.

Doch Dashboards und Richtlinien garantieren noch keinen barrierefreien Zugang zu Krediten.

Der Erfolg misst sich erst daran, ob Geschäftsbanken ihre Kreditvergabe in der Praxis tatsächlich anpassen.

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