Kganyago bekräftigt neues Inflationsziel von 3 Prozent
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Kganyago bekräftigt neues Inflationsziel von 3 Prozent

Südafrikas Notenbankchef Lesetja Kganyago hat das neue Inflationsziel von 3 Prozent bekräftigt. Trotz eines jüngsten Schocks beim Angebot und einer Zinserhöhung im Mai sieht er die Wirtschaft des Landes nach sechs Quartalen Wachstum auf Erholungskurs.

Neues Ziel und sechs Quartale Wachstum

Die South African Reserve Bank (SARB) stellt ihre Geldpolitik nach 25 Jahren von einem Zielkorridor von 3 bis 6 Prozent auf ein festes Inflationsziel von genau 3 Prozent um.

Gouverneur Lesetja Kganyago betonte bei einer Rede vor Diplomatinnen und Diplomaten in Pretoria, dass diese Anpassung die Kaufkraft der Währung besser schütze.

Nach Inflationsraten von 3,0 Prozent im Februar und 3,1 Prozent im März veranlasste ein externer Angebotsschock die Notenbank im Mai zu einer Leitzinserhöhung.

Kganyago hob hervor, dass die Wirtschaft dennoch seit sechs Quartalen in Folge wächst – die längste Expansionsphase seit 2018.

Zudem führten Rating-Heraufstufungen von Fitch und S&P sowie die Entlastung bei der Stromversorgung zu gesunkenen Renditen für Staatsanleihen um mehr als 300 Basispunkte.

Rückenwind durch Schwellenländer und Reformen

Trotz weltweiter Verwerfungen, geopolitischer Konflikte und einer erneuten Inflationswelle zeigt sich die globale Wirtschaft erstaunlich widerstandsfähig.

Kganyago verwies auf das Wachstum der Schwellenländer von durchschnittlich knapp 4 Prozent, die mittlerweile über 60 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung erbringen.

Für Südafrika folgten auf die Krisenjahre 2022 und 2023 mit extremen Stromausfällen spürbare Reformerfolge.

Das Ende des sogenannten Load-Shedding im Jahr 2024 sowie die Streichung von der Grauen Liste der FATF markieren eine Wende für den Standort.

Später Schritt mit Glaub­wür­dig­keits­test

Die Senkung des Inflationsziels auf 3 Prozent war längst überfällig.

Die Zinserhöhung im Mai zeigt zwar Entschlossenheit, enthüllt aber die hohe Anfälligkeit für externe Preisschocks.

Für eine nachhaltige Erholung der Realwirtschaft reichen reine Finanzmarktsignale jedenfalls noch nicht aus.