Studie: Sozialversicherung fördert Söhne, nicht Töchter, durch Mobilität
BIS Paper Read in English

Studie: So­zi­a­l­ver­si­che­rung fördert Söhne, nicht Töchter, durch Mobilität

Eine Studie der BIS zeigt: Die frühe Sozialversicherung in den USA förderte die geografische Mobilität von Söhnen, was zu höheren Einkommen und besseren Wohngegenden führte. Töchter profitierten hingegen nicht, da sie traditionell schwerer ersetzbare Unterstützung leisteten.

Söhne profitieren von neuen Chancen

Die Studie der BIS enthüllt, dass die frühe Sozialversicherung in den Vereinigten Staaten weitreichende intergenerationale Effekte hatte.

Söhne, deren Eltern eine höhere vorhergesagte Sozialversicherungsabdeckung hatten, zogen später im Leben weiter von ihrem Elternhaus weg, verdienten mehr und lebten in besseren Wohngegenden.

Diese Gewinne übertrafen die damit verbundenen Sozialversicherungsleistungen für die Durchschnittsfamilie erheblich.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war die Migration in besser passende Arbeitsmärkte, die durch die Entlastung von familiären Unterstützungsverpflichtungen ermöglicht wurde.

Die Forscher nutzten Unterschiede in der Abdeckung innerhalb von Berufen und über Industrien hinweg sowie einen neuen Datensatz, der Eltern mit den späteren Lebensresultaten ihrer Kinder verknüpft.

Die räumliche Dimension der Unterstützung

Die Sozialversicherung ersetzte traditionelle familiäre Unterstützung, die physische Nähe erforderte, wie gemeinsame Haushalte oder Pflege.

Dies lockerte Standortbeschränkungen für Kinder, die nun freier ihre Arbeitsorte wählen konnten.

Für Töchter wurden jedoch keine Effekte festgestellt, da sie traditionell schwerer ersetzbare persönliche Pflege leisteten.

Die Studie nutzte eine neuartige Variation der Sozialversicherungsberechtigung, basierend auf brancheninternen Unterschieden in der Abdeckung von 1935 bis 1950.

Ein neuer Datensatz verknüpfte zudem Sozialversicherungs-Todesfälle mit den US-Volkszählungen von 1930 und 1950, um Migrationsmuster und langfristige Ergebnisse zu analysieren.

Mehr als nur Altersvorsorge

Die Studie enthüllt einen entscheidenden, oft übersehenen Effizienzgewinn der frühen Sozialversicherung, der die traditionelle Erzählung der Verdrängung privater Ersparnisse herausfordert.

Indem das Programm geografische Mobilität ermöglichte, verbesserte es die Arbeitsmarktintegration einer ganzen Generation erheblich.

Dies unterstreicht, dass eine umfassende Bewertung sozialer Programme auch indirekte, langfristige Effekte auf nachfolgende Generationen berücksichtigen muss.

Quelle: Long-Run Intergenerational Effects of Social Security

IN: