Sensitivität von Autokredit-Ausfällen sinkt deutlich
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Sensitivität von Autokredit-Ausfällen sinkt deutlich

Eine neue Studie der Cleveland Fed weist persistente Instabilitäten in Autokredit-Modellen nach. Die Arbeitslosensensitivität sank von 16 Prozent im Jahr 2006 auf 3 Prozent nach 2020.

Schrumpfender Schockfaktor am Arbeitsmarkt

Ökonomen der Federal Reserve Bank of Cleveland untersuchen in einem aktuellen Working Paper die Stabilität von Autokredit-Ausfallmodellen für den Zeitraum von 2000 bis 2025.

Mittels rollierender Regressionen weisen die Autoren nach, dass die Sensitivität der Ausfallwahrscheinlichkeit gegenüber Arbeitslosigkeitsschocks massiv nachgelassen hat.

Während ein Anstieg der Arbeitslosenquote um einen Prozentpunkt im Jahr 2006 noch einen Effekt von 16 Prozent auf das Ausfallrisiko hatte, sank dieser Wert nach 2020 auf lediglich 3 Prozent.

Pandemiebedingte Prognosefehler überschätzten kumulierte Kreditausfälle über zwei Jahre um rund 100 Basispunkte.

Segmentierung und Risikoverteilung am Kreditmarkt

Die Studie zeigt zudem eine starke Segmentierung des US-Autokreditmarktes nach Kreditgebern.

Während Banken und Kreditinstitute primär sichere Portfolios bedienen, konzentriert sich das Subprime-Segment stark auf spezialisierte Auto-Finanzierungsgesellschaften.

Subprime-Kredite dieser Anbieter weisen signifikant höhere Risiken auf als vergleichbare Kredite anderer Institutionen.

Die Modellinstabilität erweist sich dabei als robust gegenüber Kontrollen für Forbearance-Maßnahmen und wird primär durch veränderte makroökonomische Beziehungen getrieben.

Statistisches Fundament unter Druck

Die Untersuchung legt offen, dass klassische Stresstests auf wackeligen makroökonomischen Annahmen fußen.

Wenn Krisenmechanismen sich entkoppeln, versagen gängige Verlustprognosen gravierend.

Banken und Aufseher müssen ihre Risikomodelle grundlegend überarbeiten.