Remolona begründet drei Zinserhöhungen um je 25 Basispunkte
BIS Rede

Remolona begründet drei Zinserhöhungen um je 25 Basispunkte

Eli M. Remolona Jr., Gouverneur der philippinischen Zentralbank Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), erläuterte am 9. Oktober 2026 in Manila die Zinserhöhungen um insgesamt 75 Basispunkte. Er sprach bei der 58. FINEX-Jahreskonferenz.

Öl und Dollar verteuern Importe

Die BSP erhöhte ihren Leitzins 2026 dreimal um jeweils 25 Basispunkte.

Remolona verwies auf den Ukraine-Schock 2022 und die Schließung der Straße von Hormus im März 2026.

Höhere Ölpreise verteuerten Transport, Energie und über Düngemittel auch Nahrungsmittel, insbesondere Reis; Zweitrundeneffekte erfassten die Kerninflation.

Im März stiegen zugleich Ölpreis und Dollar, während der Peso abwertete.

Die BSP erfasst Öl über Brent-Terminkontrakte und den Dollar gegenüber sechs Hauptwährungen, darunter Euro, Pfund, Franken und Yen.

Laut Remolona schwächt sich der Dollar bei steigenden Ölpreisen üblicherweise ab.

Für weitere Entscheidungen prüft die BSP erneute Ölpreissteigerungen sowie einen milden und einen schweren El Niño.

Erwartungen nähern sich dem Ziel

Die Inflationserwartungen liegen für zwölf Monate bei 5,3 Prozent, für 24 Monate bei 4 Prozent und für 36 Monate bei 3,3 Prozent.

Damit nähern sie sich laut Remolona dem BSP-Ziel von 3 Prozent; die USA und andere Industrieländer zielen auf 2 Prozent.

Die BSP befragt Analysten, Haushalte und Unternehmen.

Ihr Tagesgeld-Leitzins beeinflusst Investitionen und Konsum, die Kommunikation die gesamte Zinskurve.

Das Modell umfasst rund 88 Gleichungen.

Seit den 1990er Jahren gelten Zinsen gegenüber der Geldmengensteuerung als zuverlässigeres und wirksameres Instrument.

Preisstabilität geht vor Zustimmung

Remolona begründet die Unabhängigkeit der BSP mit der Pflicht zu unpopulären Entscheidungen.

Niedrige Zinsen, ein starker Peso und niedrige Inflation lassen sich demnach nicht stets gemeinsam erfüllen.

Preisstabilität fördert laut ihm dauerhaftes Wachstum und das Wohlergehen der ärmsten Bevölkerungsgruppen.

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