Leitzins bleibt bei 2,25 Prozent trotz US-Zöllen
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Leitzins bleibt bei 2,25 Prozent trotz US-Zöllen

Die Bank of Canada belässt ihren Leitzins bei 2,25 Prozent. Gouverneur Tiff Macklem verwies am 16. September 2026 auf das erstarkte Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent im zweiten Quartal bei anhaltenden Inflationsrisiken durch hohe Energiepreise.

Wachstumsschub dämpft Zollschock

Der Rat der Bank of Canada hält den Leitzins unverändert bei 2,25 Prozent.

Nach einer Stagnationsphase legte das kanadische Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 3,3 Prozent zu.

Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote im Juli auf 6,4 Prozent, gestützt durch Neueinstellungen im Privatsektor.

Zusammen mit Senior Deputy Governor Carolyn Rogers erklärte Gouverneur Tiff Macklem, dass Konsumausgaben, Wohnungsbau und Unternehmensinvestitionen spürbar angezogen haben.

Dennoch belasten neue US-Zölle auf kanadische Exporte sowie staatliche Gegenmaßnahmen die Planungssicherheit der Unternehmen.

Die betroffenen Güter machen rund 5 Prozent der Exporte in die Vereinigten Staaten aus, weshalb direkte Gesamteffekte vorerst begrenzt bleiben.

Energiepreise treiben Teuerungsrisiken

Die Gesamtinflation verharrte zuletzt bei rund 3,0 Prozent, getrieben durch hohe Kraftstoffpreise infolge des Nahostkonflikts und blockierter Routen durch die Straße von Hormus.

Ohne Benzin lag die Teuerung im Juli bei 2,2 Prozent, während die Kerninflation nahe der Zielmarke von 2,0 Prozent blieb.

„Geldpolitik kann weder Zölle ausgleichen noch globale Energiepreise steuern“, betonte Macklem.

Sollten hohe Raffineriemargen anhalten, droht ein Übergreifen auf breitere Güterkategorien.

Gefangen im geopolitischen Zangengriff

Die Bank of Canada demonstriert Handlungsfähigkeit, wo ihr faktisch die Hände gebunden sind.

Weder gegen US-Protektionismus noch gegen nahöstliche Ölschocks hilft ein Zinsschritt.

Die Pause bei 2,25 Prozent ist das einzig rationale Signal in einem Umfeld importierter Instabilität.

Quelle: Monetary Policy Decision

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