SADC-Notenbanken finalisieren Richtlinien für Cyberrisiken
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SADC-Notenbanken finalisieren Richtlinien für Cyberrisiken

Die Zentralbanken des südlichen Afrikas haben gemeinsame Richtlinien zu Cyberrisiken, Klimafinanzierung und grenzüberschreitendem Krisenmanagement fertiggestellt. Die Aufsichtsbehörden der SADC-Region wollen die neuen Vorgaben nun zügig in praktische Notfalltests überführen.

Von Leitlinien zu grenz­über­schrei­ten­den Notfalltests

Der Unterausschuss für Bankenaufsicht und Finanzstabilität des SADC-Zentralbankkomitees (CCBG) hat in Eswatini neue regionale Standards für Cybersicherheit, Klimarisiken und grenzüberschreitendes Krisenmanagement verabschiedet.

Die Zentralbank von Eswatini stellte parallel eigene Regulierungsinitiativen vor, darunter eine Green-Finance-Taxonomie sowie Leitlinien für das Klimarisikomanagement und Sanierungspläne.

Zudem baut die Notenbank eine eigene Abwicklungsfunktion auf und betreibt eine Pilotphase für einen nationalen Einlagensicherungsfonds, der im laufenden Geschäftsjahr voll einsatzfähig sein soll.

Weil die Bankensysteme der Region durch gemeinsame Konzerne eng verflochten sind, reichen nationale Daten für die Aufsicht nicht mehr aus.

Basel-Standards und die Tücken der Digitalisierung

Trotz makroökonomischer Belastungen bleiben die Banken im südlichen Afrika solide kapitalisiert.

Allerdings verläuft die Einführung von Basel-Standards und IFRS-9-Modellen in den Mitgliedsstaaten ungleichmäßig, was aufsichtliche Lücken schafft.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der South African Reserve Bank als Heimatbehörde für grenzüberschreitende Bankengruppen.

Zudem verlangen Cloud-Dienste und der Einsatz künstlicher Intelligenz bei Kreditentscheidungen erweiterte Aufsichtsmethoden.

Papier schützt vor keiner Krise

Harmonisierte Richtlinien sind formuliert, doch der eigentliche Härtetest steht den regionalen Aufsehern erst noch bevor.

Solange Basel-Vorgaben uneinheitlich umgesetzt werden, bleiben grenzüberschreitende Ansteckungsrisiken akut.

Ohne reale Krisensimulationen drohen die neuen Regelwerke im Ernstfall wirkungslos zu bleiben.

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