Beau will Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte anpassen
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Beau will Zentralbankgeld für tokenisierte Märkte anpassen

Denis Beau plädiert für angepasste Zentralbankdienste, nicht für neue geldpolitische Grundsätze. Tokenisierte Finanzmärkte sollen Effizienzgewinne ermöglichen, ohne die Stabilität und die strategische Kontrolle über die Euro-Zahlungsinfrastruktur zu belasten.

Neue Technik, gleicher Auftrag

Denis Beau, Erster Vizegouverneur der Bank von Frankreich, sieht Anpassungsbedarf bei Großbetragszahlungen und Marktinfrastrukturen.

Die Verbreitung von Infrastrukturen auf Basis dezentraler Registertechnologie unterstützt die Entwicklung tokenisierter Finanzmärkte.

Zentralbanken müssten deshalb die Umsetzung ihrer Politik anpassen, nicht aber deren Substanz verändern.

Das betrifft insbesondere ihre Rolle als Anbieter von Zentralbankgeld und Betreiber kritischer Marktinfrastrukturen.

Beau will die Effizienzvorteile der Tokenisierung ermöglichen, ohne die monetäre und finanzielle Stabilität oder die strategische Kontrolle über Betrieb und Entwicklung der Zahlungs- und Abwicklungsinfrastruktur des Euro zu belasten.

Geopolitik trifft auf Infrastruktur

Beau sprach am 21. Oktober 2026 bei der Zahlungskonferenz der südafrikanischen Zentralbank in Pretoria.

Geopolitische Entwicklungen, technische Innovationen sowie Veränderungen von Angebot und Nachfrage bei Clearing und Abwicklung verändern laut Beau die Systeme.

Ihre Wirkung auf Sicherheit und Effizienz hängt auch von der Zentralbankpolitik ab.

Die Bank von Frankreich hat ausdrücklich den Auftrag, sichere und effiziente Clearing- und Abwicklungssysteme sowie sichere Zahlungsinstrumente zu gewährleisten.

Umsetzung statt Mandatswechsel

Beau trennt technische Anpassung und politische Grundsätze klar voneinander.

Effizienz steht dabei neben Stabilität und strategischer Kontrolle, nicht über ihnen.

Welche operativen Lösungen daraus folgen, lässt der vorliegende Redeauszug offen.

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