Leitzins verharrt bei 4,25 Prozent
4,25 Prozent: Die norwegische Norges Bank belässt ihren Leitzins unverändert. Der geldpolitische Ausschuss hält trotz nachlassender Teuerung an seinem straffen Kurs fest und schließt weitere Erhöhungen nicht aus.
Hartnäckige Teuerung stoppt Zinssenkungen
Der Ausschuss für Geldpolitik und Finanzstabilität der Norges Bank hat entschieden, den Leitzins unverändert bei 4,25 Prozent zu belassen.
Zwar schwächte sich der Preisauftrieb über den Sommer stärker ab als erwartet, die Teuerung liegt jedoch weiterhin über dem Zielwert von zwei Prozent.
Im Juli betrug die Gesamtinflation 3,0 Prozent, während die Kernrate ohne Energie und Steueränderungen bei 2,7 Prozent lag.
Neben dem anhaltenden Lohndruck treiben geopolitische Spannungen im Nahen Osten und volatile Ölpreise die Risiken für den Preisausblick.
Die Zentralbank betonte, dass eine straffe Geldpolitik weiterhin erforderlich sei, um die Inflationserwartungen von Unternehmen und privaten Haushalten zu verankern.
Eine erneute Anhebung des Leitzinses bleibt daher eine reale Option.
Stabile Binnenwirtschaft dämpft Handlungsdruck
Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Norwegen entwickelte sich zuletzt weitgehend wie prognostiziert.
Während der private Konsum leicht zulegte, verharrte der Wohnungsbau auf niedrigem Niveau und die Immobilienpreise gaben im Juli nach.
Die Arbeitslosigkeit veränderte sich kaum und bewegt sich auf einem stabilen Niveau.
Nach vorübergehender Schwäche im Sommer hat sich auch die norwegische Krone wieder erholt, womit die importierten Preisimpulse weitgehend den Annahmen der Zentralbank entsprechen.
Drohkulisse statt Entwarnung
Die Norges Bank widersteht dem internationalen Trend zu schnellen Zinssenkungen und zeigt klare Kante.
Die Drohung mit weiteren Erhöhungen soll vor allem Lohnabschlüsse und Inflationserwartungen disziplinieren.
Für die Märkte ist klar: Eine geldpolitische Lockerung in Oslo liegt noch in weiter Ferne.
Quelle: Policy rate kept unchanged at this meeting
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