Mehrjähriger QT-Pfad für den Bilanzabbau beschlossen
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Mehrjähriger QT-Pfad für den Bilanzabbau beschlossen

Der geldpolitische Ausschuss der Bank of England wechselt beim Abbau der Anleihebestände auf einen mehrjährigen Pfad. Gemeinsam mit dem britischen Finanzministerium wurden neue Umsetzungsregeln für das Quantitative Tightening und die Deckung künftiger Banknotenausgaben vereinbart.

Mehrjähriger Fahrplan für den Wertpapierverkauf

Nach dreijähriger Erfahrung mit dem ersten jährlichen Beschluss zum Quantitative Tightening leitet die Bank of England die nächste Phase beim Abbau ihrer durch Anleihekäufe aufgebauten Bilanzaktiva ein.

Der geldpolitische Ausschuss (MPC) beschloss im September den Übergang zu einem mehrjährigen Pfad für die Bilanzreduktion.

Flankiert wird dieser Kurs durch gemeinsame Vereinbarungen mit dem britischen Finanzministerium zur künftigen operativen Abwicklung der Verkäufe.

Zudem legte die Notenbankführung eine langfristige Strategie vor, wie die gegenwärtige und künftige Ausgabe von Banknoten bilanziell unterlegt werden soll.

Die Notenbank richtet ihre Bilanzarchitektur damit grundlegend neu aus.

Grenzziehung zwischen Geldpolitik und Fiskus

Im Entscheidungsprozess standen grundlegende institutionelle Fragen im Mittelpunkt der Beratungen.

Das Gremium führte eine intensive Debatte über die Wechselwirkungen zwischen geldpolitischen und fiskalischen Maßnahmen sowie über die Wahrung der Unabhängigkeit des geldpolitischen Ausschusses.

Während der Umbau zu einer nachfragegetriebenen, Repo-basierten Bilanzstruktur bereits voranschreitet, markiert der koordinierte Beschluss mit dem Finanzministerium die künftigen Rahmenbedingungen für die Bilanzpolitik.

Planbarkeit mit finanzpolitischen Tücken

Der mehrjährige QT-Pfad bringt verlässliche Berechenbarkeit in den Bilanzabbau.

Die enge Verzahnung mit dem Finanzministerium birgt jedoch heikle Risiken für die geldpolitische Autonomie.

Entscheidend wird sein, dass die operative Koordination die Unabhängigkeit des Ausschusses nicht schleichend aufweicht.

Quelle: Quantitative tightening - the next chapter

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