Fehlende Gruppenaufsicht schwächt globale Stablecoin-Regeln
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Fehlende Gruppenaufsicht schwächt globale Stablecoin-Regeln

Fünf Rechtsräume, völlig unterschiedliche Vorgaben: Das Financial Stability Institute vergleicht die Stablecoin-Regulierungen der EU, Großbritanniens, Hongkongs, Singapurs und der USA. Dabei warnt das Institut vor Gefahren für die Finanzstabilität durch fehlende Gruppenaufsicht bei Nicht-Banken.

Zersplitterte Vorgaben für Banken und Fintechs

Der globale Markt verharrt bei 300 bis 320 Milliarden US-Dollar und wird zu 90 Prozent von zwei Anbietern dominiert.

Die Regelwerke in der EU, Hongkong, Singapur, Großbritannien und den USA weichen stark voneinander ab.

Banken dürfen in der EU und Hongkong Token direkt emittieren, während die USA und Großbritannien separate Töchter verlangen.

Sämtliche Regime erlauben die Kernfunktionen Emission, Rücktausch zum Nennwert und Reserveverwaltung.

Bei Nebengeschäften spaltet sich das Feld: Singapur und die USA verbieten Nicht-Banken Kreditvergabe, Staking und Eigenhandel.

Dagegen setzen die EU, Hongkong und Großbritannien auf Genehmigungsvorbehalte für zusätzliche Krypto-Dienstleistungen.

Konzernstrukturen hebeln Verbote aus

Tätigkeitsbeschränkungen greifen in allen fünf Rechtsräumen ausschließlich auf Ebene der emittierenden Einheit.

Für Banken federt die konsolidierte Gruppenaufsicht dieses Risiko ab, da konzerninterne Verflechtungen erfasst werden.

Bei Nicht-Banken existiert kein vergleichbarer Rahmen.

Emittenten können risikoreiche Aktivitäten wie Staking oder Verwahrungsdienste problemlos in Schwestergesellschaften auslagern.

Zudem fehlt bei grenzüberschreitend fungiblen Stablecoins bislang weitgehend die Klärung, wie Deckungsreserven aufgeteilt und Aufsichtszuständigkeiten geteilt werden.

Regulierung mit Scheuklappen

Die Beschränkung auf Einzelinstitute ist die Achillesferse der Stablecoin-Regulierung.

Solange Konzerne Risiken in Schwesterfirmen verschieben können, bleibt Anlegerschutz reine Illusion.

Ohne eine echte Gruppenaufsicht für Krypto-Konzerne drohen systemische Ansteckungsgefahren.

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