Panetta warnt vor Energieschock und höheren Langfristrenditen
Fabio Panetta, Gouverneur der Banca d’Italia, bezeichnet den Energieschock als Hauptrisiko für die Weltwirtschaft. Zugleich warnt er vor schwankenden KI-Bewertungen und steigenden Renditen langfristiger Staatsanleihen.
Energie belastet, KI stützt
Der Konflikt im Persischen Golf und die Schließung der Straße von Hormus haben laut Panetta die Kraftstoff- und Gaspreise auf Höchststände getrieben.
Das belastet Haushalte, erhöht Unternehmenskosten und lässt die Inflation wieder steigen.
Die Produktion zeigt sich dennoch widerstandsfähiger als angenommen: Künstliche Intelligenz (KI) stützt Welthandel, Investitionen und Aktienkurse.
Zugleich konkurrieren Großmächte um Halbleiter, seltene Erden und den Zugang zu Energie.
Jüngste Kurskorrekturen bei Technologieunternehmen zeigen nach Panettas Darstellung, wie schnell sich Erwartungen zur Rentabilität von KI-Investitionen ändern.
Er sprach am 30. Oktober 2026 beim Weltspartag des Verbands italienischer Sparkassen (ACRI) in Rom.
Staaten und Technologiekonzerne konkurrieren
Als weiteres Risiko für Wachstum und Finanzmärkte nennt Panetta den starken Anstieg langfristiger Staatsanleiherenditen in den großen Volkswirtschaften.
Dahinter stehen Erwartungen anhaltend hoher Inflation und strafferer monetärer Bedingungen sowie verzögerte notwendige Haushaltsanpassungen in mehreren Ländern.
Hinzu kommen umfangreiche Emissionen langfristiger Schuldtitel großer Technologiekonzerne.
Sie verschärfen den Wettbewerb um Finanzierungsmittel und tragen damit ebenfalls zum Renditeanstieg bei.
Sparen braucht Werterhalt
Panetta bindet den Nutzen des Sparens an zwei Bedingungen: produktive Investitionen und Werterhalt.
Inflation mindert angesammeltes Vermögen, während höhere Zinsen dessen Vergütung verändern.
Innovation verändert zugleich die Chancen und Risiken der Anlage.
Quelle: Savings in a changing society
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