Cyber-Resilienz wird zur Pflicht für Ugandas Finanzsektor
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Cyber-Resilienz wird zur Pflicht für Ugandas Finanzsektor

Die Bank of Uganda stuft Cybersicherheit als makroökonomisches Kernrisiko für das Finanzsystem ein. Bei der ersten nationalen Cyber-Sicherheitskonferenz forderte die Zentralbank sektorübergreifende Abwehrstandards und strikte Resilienztests.

Milliardenschäden durch digitale Angriffe

Ugandas digitaler Wandel schreitet rasant voran: Rund 23 Millionen Menschen sind online, bis 2040 soll die Breitbandabdeckung 90 Prozent erreichen.

Gleichzeitig explodieren die Risiken.

Die polizeilich erfassten Cybercrime-Fälle stiegen von 245 im Jahr 2023 um über 93 Prozent auf 474 im Jahr 2024 und verharrten 2025 bei 412 Delikten.

Die finanziellen Schäden beziffern sich auf Milliarden Schilling.

Laut Regierungsangaben wurden bereits vier von zehn kleineren Unternehmen attackiert.

Die Bank of Uganda reagierte im Dezember 2024 mit verbindlichen Richtlinien für das Cyber-Risikomanagement im Finanzsektor.

Zentralbank-Systeme folgen dem internationalen Sicherheitsstandard ISO/IEC 27001.

Vom Einzelinstitut zum vernetzten Ökosystem

Vernetzte Bezahlsysteme und digitale Identitäten verbinden Banken, Telekommunikation und Behörden.

Ein Ausfall in einem Sektor erfasst unmittelbar den gesamten Zahlungsverkehr.

Die Zentralbank fordert daher gemeinsame Krisenübungen statt isolierter Notfallpläne auf dem Papier.

Vertrauen sei dabei kein bloßes Beiwerk, sondern wirtschaftliche Infrastruktur.

„Bauen Sie Sicherheit von vornherein ein und setzen Sie sie nicht erst nachträglich auf“, lautet der Appell an Entwickler und Führungskräfte.

Reine Papierpläne schützen vor keinem Angriff

Die Bank of Uganda erkennt Cybersicherheit zutreffend als makroökonomisches Risiko.

Reine Compliance auf dem Papier schützt das Finanzsystem jedoch vor keinem realen Angriff.

Entscheidend bleibt, ob Telekom- und Bankensektor ihre Notfallpläne auch gemeinsam und praxistauglich einüben.

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