Grenzüberschreitende Bankkredite steigen um 11 Prozent
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Grenz­über­schrei­ten­de Bankkredite steigen um 11 Prozent

Die grenzüberschreitenden Bankkredite sind im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 39,5 Billionen US-Dollar gestiegen. Getrieben wurde das Wachstum vor allem von Krediten in US-Dollar und Euro sowie einer erhöhten Nachfrage von Nicht-Banken.

Breites Wachstum über Sektoren und Währungen

Die weltweiten grenzüberschreitenden Bankforderungen stiegen im ersten Quartal 2026 um 2,1 Billionen US-Dollar auf 47,6 Billionen US-Dollar.

Das reine Kreditvolumen kletterte im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 39,5 Billionen US-Dollar.

Bankkredite und Einlagen legten um 1,2 Billionen US-Dollar (+11 Prozent) zu, während Schuldtitel um 0,6 Billionen US-Dollar (+12 Prozent) wuchsen.

Kredite an den Nicht-Bankensektor stiegen um 1,1 Billionen US-Dollar (+12 Prozent), wobei Nicht-Bank-Finanzinstitute mit 651 Milliarden US-Dollar den Hauptteil ausmachten.

An Banken flossen 632 Milliarden US-Dollar.

Das Wachstum konzentrierte sich auf US-Dollar (+793 Milliarden US-Dollar) und Euro (+597 Milliarden US-Dollar) mit Jahresraten von 12 beziehungsweise 11 Prozent.

Dynamik in Schwellenländern und Euro-Aufholjagd

Die Kreditvergabe an Schwellenländer stieg im ersten Quartal 2026 um 148 Milliarden US-Dollar, schwerpunktmäßig in Afrika und dem Nahen Osten (+74 Milliarden) sowie Osteuropa (+55 Milliarden mit Fokus auf Polen und Ungarn).

Bei den globalen Liquiditätsindikatoren zeigte sich eine dynamische Entwicklung der Fremdwährungskredite: US-Dollar-Schulden erreichten 14,7 Billionen US-Dollar (+7,3 Prozent Jahreswachstum), während Euro-Schulden auf 5,1 Billionen Euro kletterten (+12 Prozent).

Der globale Euro-Anteil an den Fremdwährungskrediten stieg damit seit Ende des dritten Quartals 2022 von 22 auf 28 Prozent.

Mehr als nur ein Saisoneffekt

Das zweistellige Kreditwachstum belegt die hohe Liquidität im globalen Bankensystem.

Der stetig steigende Euro-Anteil an internationalen Schulden zeigt zudem eine schleichende Diversifizierung weg vom US-Dollar.

Für Regulierer erhöht dieser Trend die Notwendigkeit, grenzüberschreitende Währungsrisiken genau zu überwachen.