Pontes und Appia sichern Zentralbankgeld auf DLT-Schienen
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Pontes und Appia sichern Zentralbankgeld auf DLT-Schienen

Spaniens Notenbankgouverneur José Luis Escrivá hat auf der Konferenz der Mittelmeer-Zentralbanken für eine schrittweise Modernisierung der Finanzinfrastruktur plädiert. Das zweistufige Geldsystem und Zentralbankgeld müssten auch bei Tokenisierung und DLT das Fundament bilden.

Pontes und Appia bringen DLT zu TARGET

Das Eurosystem passt seine Großkunden-Infrastruktur an tokenisierte Märkte an, ohne das zweistufige Geldsystem aufzugeben.

Mit der im September 2026 gestarteten Brücke Pontes verbindet die Zentralbank zugelassene DLT-Plattformen direkt mit den TARGET-Diensten, um Transaktionen sicher in Zentralbankgeld abzuwickeln.

Für die langfristige Architektur kündigte Escrivá einen Blueprint unter dem Namen Appia für das Jahr 2028 an.

„Technologie kann die Art und Weise verändern, wie Geld und Vermögenswerte bewegt werden, aber sie beseitigt nicht das Bedürfnis nach Vertrauen“, sagte Escrivá.

Eine Verdrängung des öffentlichen Geldes durch ungedeckte Krypto-Assets oder Stablecoins lehnte er ab.

Digitaler Euro und globale Zahlungsbrücken

Neben dem Großkundengeschäft betrifft der Wandel auch den Massenzahlungsverkehr.

Der digitale Euro soll den Rückgang der Bargeldnutzung ausgleichen und verhindern, dass Bürger ausschließlich auf ausländische private Zahlungsdienstleister angewiesen sind.

Bei grenzüberschreitenden Zahlungen mahnte Escrivá zudem spürbare Effizienzgewinne an.

Initiativen wie das BIZ-Projekt Agorá, das Netzwerk Nexus sowie Verknüpfungen des Abwicklungssystems TIPS mit ausländischen Plattformen sollen die Reibungsverluste und hohen Kosten im internationalen Zahlungsverkehr reduzieren.

Koexistenz statt Krypto-Utopie

Das Plädoyer für das zweistufige Geldsystem erteilt radikalen Dezentralisierungsfantasien eine klare Absage.

Mit DLT-Brücken wie Pontes sichert sich das Eurosystem pragmatisch seine Rolle gegen private Stablecoin-Monopole.

Entscheidend bleibt nun, ob die internationale Harmonisierung mit dem technischen Fortschritt Schritt halten kann.

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