Schäden durch Zahlungsbetrug in Thailand um 80 Prozent gesunken
Verluste durch autorisierten Zahlungsbetrug sind in Thailand von 8,6 auf 1,81 Milliarden Baht eingebrochen. Auf dem Bangkok Business Summit 2026 stellte die Notenbank zudem ein neues Rahmenwerk zur Abwehr illegaler Finanzströme vor.
Abwehr digitaler Angriffswellen
Die digitale Zahlungsinfrastruktur PromptPay zählt über 83 Millionen registrierte Konten und wickelte im Juli 2026 rund 2,51 Milliarden gebührenfreie Transaktionen ab.
Zeitgleich verdoppelte sich das digitale Zahlungsvolumen zwischen 2021 und 2025 auf 48 Milliarden Baht.
Um die wachsende Cyberkriminalität einzudämmen, verschärfte die Notenbank die Sicherheitsstandards: Fälle von Schad-Apps sanken seit Januar 2025 auf null.
Die Schäden durch autorisierten Überweisungsbetrug gingen vom Höchststand von 8,6 Milliarden Baht im zweiten Quartal 2024 auf 1,81 Milliarden Baht im zweiten Quartal 2026 zurück – ein Rückgang um fast 80 Prozent.
Gemeinsam mit IWF und Weltbank entstand zudem ein Leitfaden zur Betrugsprävention.
Riegel vor Gold und Bargeld
Gegen Geldwäsche und illegale Finanzströme setzt die Bank of Thailand auf strikte Barrieren: Bargeldabhebungen ab 5 Millionen Baht fielen seit April 2026 um 52 Prozent, Goldabhebungen ab zwei Kilogramm sanken um 70 Prozent.
Ein neues Rahmenwerk verpflichtet Banken, Nichtbanken und Wechselstuben zur gemeinsamen Abwehr anhand von 24 Mustern für verdächtige Transaktionen.
Das Wachstum Thailands sank nach drei Krisen von 5,3 auf 2,4 Prozent, während die Direktinvestitionen um 20,9 Prozent stiegen.
Sicherheit schlägt Tempo
Thailands Strategie belegt, dass digitaler Zahlungsverkehr ohne harte Aufsicht rasch Vertrauen zerstört.
Der Rückgang der Betrugsschäden ist ein beachtlicher Erfolg, verlagert die Risiken jedoch in neue Nischen wie Stablecoins.
Für aufstrebende Märkte setzt die Notenbank dennoch einen wichtigen Standard zur Gefahrenabwehr.