Waller öffnet Datenbank FRED direkt für KI-Systeme
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Waller öffnet Datenbank FRED direkt für KI-Systeme

Bereits die Hälfte aller Zugriffe auf die Wirtschaftsdatenbank FRED erfolgt durch KI-Agenten. Fed-Gouverneur Christopher Waller kündigte bei der Konferenz in St. Louis eine neue Schnittstelle an, um Modelle direkt mit den über 850.000 Datenreihen zu verknüpfen.

Bots treiben das Datenwachstum

Die Nutzung der Datenbank FRED wächst aktuell um 150 Prozent pro Jahr – angetrieben fast ausschließlich durch automatisierte Systeme und KI-Agenten.

Laut Fed-Gouverneur Christopher Waller machen Bots inzwischen rund die Hälfte aller Zugriffe auf die Plattform aus.

Um diesem Wandel zu begegnen, führt die Federal Reserve Bank of St. Louis den „FRED MCP Connector“ ein.

Das Protokoll ermöglicht es Nutzern, Daten über eigene KI-Agenten abzurufen.

Waller betonte die Bedeutung verlässlicher Quellenangaben, da Modelle bei der Interpretation oft korrelierende Daten mit Kausalität verwechselten.

Künftig sollen zudem bestimmte Daten des Federal Reserve Board direkt über FRED bereitgestellt werden.

Vom Postversand zur KI-Architektur

Was 1961 als wöchentlicher Postversand getippter Datenübersichten begann, entwickelte sich über Mailbox-Systeme zur weltweiten Referenzquelle.

FRED startete 1995 als Website mit 865 Datenreihen und 6.000 wöchentlichen Nutzern.

Im Jahr 2025 verzeichnete das Portal 18 Millionen Einzelbesucher und über 850.000 Datenreihen.

Neben FRED werden künftig auch die Archive ALFRED für historische Datenstände und FRASER für historische Dokumente enger verknüpft, um KI-Abfragen zu unterstützen.

Infrastruktur statt Spielerei

Die direkte KI-Anbindung über das MCP-Protokoll sichert FREDs Rolle als führende Referenzquelle.

Waller benennt treffend die Gefahr, dass generative Modelle Korrelation mit Kausalität verwechseln.

Eine offene Schnittstelle garantiert jedoch noch keine fehlerfreie ökonomische Analyse durch Bots.

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