Portugals Staatskapital liegt 12 Prozent unter dem Hoch von 2013
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Portugals Staatskapital liegt 12 Prozent unter dem Hoch von 2013

Eine neue Studie der Fed St. Louis zeigt die schwere Erosion von Portugals öffentlichem Kapital seit 2013. Trotz eines vorübergehenden Investitionsschubs bleibt der Kapitalstock 2026 rund 12 Prozent unter seinem Höchststand, was die Wirtschaftsleistung spürbar bremst.

Ein Jahrzehnt des schleichenden Verfalls

Der öffentliche Kapitalstock Portugals erreichte 2013 mit 242,6 Milliarden Dollar seinen Höchststand und fiel bis 2024 auf 210,4 Milliarden Dollar – ein Einbruch um 13,3 Prozent.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt sank die Kapitalquote im selben Zeitraum drastisch von 77,2 auf 53,8 Prozent.

Zwar prognostiziert die EU-Kommission für 2026 einen vorübergehenden Investitionsschub auf 4,3 Prozent des BIP durch EU-Fördergelder.

Doch selbst nach diesem Impuls wird das Anlagevermögen 2027 mit 220,2 Milliarden Dollar noch immer 9,2 Prozent unter dem Niveau von 2013 liegen.

Ein temporärer Boom gleicht ein Jahrzehnt der Unterinvestition in Schulen, Spitäler und Verkehrsnetze keineswegs aus.

Bremsklotz für das Wirt­schafts­wachs­tum

Die Modellrechnungen von Ökonom Miguel Faria e Castro zeigen die volkswirtschaftlichen Konsequenzen dieser Lücke.

Die Unterinvestition mindert das BIP pro Kopf im Jahr 2026 schätzungsweise um 1,4 Prozent, was einer jährlichen Wachstumseinbuße von 0,11 Prozentpunkten entspricht.

Selbst die angekündigte Projektpipeline von 11,3 Milliarden Euro für Eisenbahnen, Kliniken und Wohnbau sowie Großprojekte wie der neue Flughafen Lissabon werden den Abwärtstrend der Kapitalquote bis 2035 lediglich verlangsamen, aber nicht umkehren.

Politische Bequemlichkeit frisst Zukunft

Das Papier offenbart die kurzsichtige Haushaltspolitik, die Konsolidierung primär durch Investitionskürzungen erzwang.

Die Zeche zahlen nun Unternehmen und Bürger durch marode Infrastruktur und lahmes Produktivitätswachstum.

Ohne verbindliche Instandhaltungsregeln bleibt Portugals Wohlstand gefährdet.

Quelle: The Erosion of Public Capital in Portugal

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