Cipollone will Bargeld als Pfeiler der Währungsunion sichern
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Cipollone will Bargeld als Pfeiler der Währungsunion sichern

Euro-Bargeld bleibt ein unverzichtbarer Pfeiler des europäischen Finanzsystems. EZB-Direktor Piero Cipollone betont bei einer Rede in Brüssel, dass physisches Geld auch 25 Jahre nach der Einführung zukunftssicher gestaltet und dauerhaft geschützt werden muss.

Vom Experiment zur Währung für 358 Millionen

Vor 25 Jahren begann mit der Bargeldeinführung am 1. Januar 2002 ein historischer Währungswechsel in Europa: Binnen zwei Monaten ersetzten damals mehr als sieben Milliarden Banknoten und 36 Milliarden Münzen insgesamt zwölf nationale Währungen für zunächst 308 Millionen Bürger.

Durch den Beitritt Bulgariens umfasst der Euroraum mittlerweile 21 Staaten mit über 358 Millionen Bürgern.

„Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel“, betonte EZB-Direktor Piero Cipollone in Brüssel.

Sie seien Ausdruck einer gemeinsamen europäischen Identität und das greifbarste Symbol der Währungsunion.

Das Eurosystem will das physische Bargeld deshalb gezielt modernisieren und zukunftssicher aufstellen.

Zukunftssichere Banknoten statt bloßer Nostalgie

Die Initiative zur Weiterentwicklung des Euro-Bargelds speist sich laut EZB nicht aus Nostalgie für vergangene Zeiten.

Vielmehr bleibe physisches Zentralbankgeld ein unverzichtbarer Bestandteil der europäischen Geldordnung im digitalen Zeitalter.

Cipollone hob hervor, dass die Absicherung der Bargeldnutzung für die Widerstandskraft des Zahlungsverkehrs entscheidend ist.

Neben technologischen Neuerungen bei Sicherheitsmerkmalen steht die Akzeptanz im Mittelpunkt der Reformen.

Unverzichtbar trotz digitaler Wende

Das klare Bekenntnis zum Bargeld ist ein wichtiges Signal an skeptische Bürger.

Parallel zum digitalen Euro muss die EZB demonstrieren, dass physische Scheine nicht an den Rand gedrängt werden.

Als krisensicherer Anker bleibt das Bargeld für die europäische Finanzarchitektur unverzichtbar.

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