Indiens BIP wächst trotz multipler Schocks um 7,8 Prozent
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Indiens BIP wächst trotz multipler Schocks um 7,8 Prozent

Indiens Wirtschaft verzeichnete für das Geschäftsjahr 2025-26 und das erste Quartal 2026-27 ein reales Wachstum von jeweils 7,8 Prozent. Trotz US-Zöllen, Ölpreisanstiegen und einer Rupien-Abwertung um 13,0 Prozent sieht die Zentralbank das Land auf einem stabilen Expansionskurs.

Fiskaldisziplin und expansive Binnenwirtschaft

Indiens Wirtschaft expandierte 2025-26 um 7,8 Prozent und hielt diese Wachstumsrate auch im ersten Quartal 2026-27. Getragen wird die Dynamik von privatem Konsum, Investitionen und Dienstleistungsexporten.

Trotz gleichzeitiger Belastungen durch US-Strafzölle, Energiepreisschocks und El-Niño-Risiken in der Landwirtschaft verharrt das Leistungsbilanzdefizit strukturell unter einem Prozent des BIP.

Die Staatsfinanzen befinden sich auf Konsolidierungspfad: Nach Projektionen des IWF sinkt die Schuldenquote von 83,4 Prozent im Jahr 2026 auf 77,7 Prozent im Jahr 2031.

Anders als in früheren Krisen verzichtete die Regierung auf ungezielte Subventionen und Rationierungen bei Energie, setzte stattdessen auf Freihandelsabkommen und eine Reform der Güter- und Dienstleistungssteuer.

Marktentkopplung und Währungsdruck

Zwischen Realwirtschaft und Finanzmärkten zeigt sich eine Diskrepanz.

Während die Anleihemärkte von der soliden Haushaltsführung profitieren, litten Aktien und Währung unter globalen Kapitalabflüssen in Richtung ausländischer KI-Märkte.

Vom 31. März 2025 bis zum 17. September 2026 wertete die Rupie um 13,0 Prozent ab.

Die Zahlungsbilanz wies 2024-25 ein Defizit von 5,0 Mrd. Dollar und 2025-26 von 23,6 Mrd. Dollar aus.

Im Juni 2026 eingeleitete Kapitalmarktmaßnahmen drehten die Bilanz wieder ins Plus.

Realer Glanz, temporäre Marktskepsis

Indiens Widerstandskraft belegt die Wirksamkeit fiskalischer Disziplin und gezielter Strukturreformen.

Der Rupien-Rückgang und Kapitalabflüsse spiegeln vor allem externe Hype-Zyklen statt hausgemachter Schwächen wider.

Mittelfristig bleibt das Land eine der fundamental stärksten Wachstumsstorys der Schwellenländer.

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