Output Floor bindet sechs von 13 globalen Großbanken
BIS Studie

Output Floor bindet sechs von 13 globalen Großbanken

Verschuldungsquote und Output Floor wirken laut einer Analyse von 29 global systemrelevanten Banken komplementär. Bei einem voll eingeführten Output Floor von 72,5 Prozent wären sechs von 13 berichtenden Instituten an diese Untergrenze gebunden.

55 Wechsel zwischen den Kennzahlen

Die Untersuchung von 29 global systemrelevanten Banken zwischen 2014 und 2025 belegt eine hohe Dynamik bei den bindenden Kapitalvorgaben.

Mit sinkender Dichte risikogewichteter Aktiva stieg der Anteil jener Institute, für die die Verschuldungsquote die restriktivste Hürde bildet.

Auf Jahresbasis wechselten die Institute 55-mal zwischen risikobasierter Quote und Verschuldungsquote als maßgeblichem Limit.

Aktuell legen 13 Institute aus Kanada, der EU, Japan und der Schweiz Daten zum Output Floor offen.

Wegen Übergangsregeln war Ende 2025 keine dieser Banken daran gebunden.

Bei voller Einführung des Grenzwerts von 72,5 Prozent greift der Floor jedoch für sechs Institute unmittelbar.

Getrennte Schutzschilde im Regelwerk

Beide Auffanglinien greifen ein, wenn die Dichte der risikogewichteten Aktiva unerwünscht niedrig ausfällt, verfolgen dabei aber unterschiedliche Zwecke.

Die Verschuldungsquote begrenzt eine übermäßige Verschuldung, die interne Risikomaßstäbe übersehen können.

Der Output Floor hingegen dämmt die Modellvarianz ein, indem er interne Berechnungen an Standardansätze bindet.

Dadurch bleiben Risikosensitivität und Puffernutzung gewahrt, weshalb ein Instrument das andere nicht ersetzen kann.

Doppelter Boden statt Deregulierung

Die Befunde entkräften Forderungen der Bankenlobby nach einer Abschaffung überlappender Kapitaluntergrenzen.

Interne Risikomodelle bleiben manipulationsanfällig und bedürfen zwingend beider Sicherungsanker.

Wer nun den Output Floor verwässert, gefährdet die Stabilität des gesamten Finanzsystems.

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