Jefferson sieht Aufwärtsrisiken für US-Inflation
Die US-Wirtschaft zeigt sich laut Fed-Vizechef Philip Jefferson widerstandsfähig, doch die Teuerung bleibt hartnäckig. Die Inflationsrate liegt seit mehr als fünf Jahren über dem Ziel der Federal Reserve von zwei Prozent.
Wachstum trotz Schockwellen
Die US-Wirtschaft befindet sich laut Fed-Vizechef Philip Jefferson in einem tiefgreifenden Wandel.
Neben der raschen Einführung künstlicher Intelligenz prägen geopolitische Veränderungen und demografische Trends das Umfeld.
Zudem bewältigt die Ökonomie mehrere Schocks: veränderte Handelspolitik, einen Energieschock und massive Investitionen in KI-Infrastruktur.
Trotz dieser Belastungen hält der sechseinhalbjährige Aufschwung an und schafft zusätzliche Arbeitsplätze.
Grund zur Besorgnis bleibt die Inflation: Sie liegt seit über fünf Jahren über dem Zwei-Prozent-Ziel der Federal Reserve.
Während die Risiken für Arbeitsmarkt und Wachstum ausgeglichen wirken, sieht Jefferson klare Aufwärtsrisiken beim Preisdruck.
Das Mandat im Spannungsfeld
In seiner Rede an der Darden School of Business der University of Virginia betonte Jefferson die Herausforderungen für die Geldpolitik.
Beide Säulen des Fed-Mandats – maximale Beschäftigung und Preisstabilität – verlangen eine präzise Steuerung in einem von Schocks geprägten Umfeld.
Bei der künftigen Zinspfad-Bestimmung werde die Notenbank die wirtschaftliche Entwicklung und die jüngsten FOMC-Entscheidungen sorgfältig gegen die hartnäckigen Teuerungsrisiken abwägen müssen.
Fünf Jahre über dem Ziel
Jeffersons Verweis auf die fünfjährige Zielverfehlung legt das Dilemma der Fed schonungslos offen.
Trotz robuster Konjunktur engen die anhaltenden Aufwärtsrisiken bei den Preisen den geldpolitischen Spielraum spürbar ein.
Für die Notenbank steht damit vor allem die eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.
Quelle: The US economy and monetary policy
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