Williams stellt Zinserhöhung bis Jahresende in Aussicht
New-York-Fed-Präsident John Williams hält nach dem Zinsschritt im September eine weitere Zinsanhebung im Spätjahr 2026 für möglich. Angesichts einer Inflation von 3,7 Prozent und solider Konjunkturdaten habe die Preisstabilität oberste Priorität.
KI-Boom und Energie treiben Teuerung
In seiner Rede an der University at Buffalo betonte New-York-Fed-Präsident John Williams, dass die Teuerung mit 3,7 Prozent „zweifellos zu hoch“ liege.
Die US-Notenbank hatte das Zinsband im September um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben.
Williams rechnet für das Gesamtjahr mit einer Inflationsrate von 3,5 Prozent, die bis 2028 das Ziel von 2,0 Prozent erreichen soll.
Als zentrale Treiber nannte er den Nachfrageschub durch KI-Investitionen sowie geopolitische Spannungen im Nahen Osten, welche Raffineriekapazitäten und Energiepreise belasten.
Falls die Wirtschaft seinem Pfad folge, halte er eine weitere Zinserhöhung im Spätjahr für angemessen.
Wachstumsgrenzen nach dem Produktivitätsrausch
Die US-Wirtschaft zeigt sich laut Williams trotz externer Schocks widerstandsfähig.
Für dieses und das kommende Jahr prognostiziert er ein reales BIP-Wachstum von rund 2,25 Prozent bei einer Arbeitslosenquote von etwa 4,0 Prozent.
Ein höheres Wachstumstempo wie beim Internet-Boom der 1990er-Jahre werde jedoch durch die Alterung der Bevölkerung und das geringere Arbeitskräfteangebot verhindert.
Da die Beschäftigungsrisiken nachgelassen haben, verschiebt sich der geldpolitische Fokus voll auf die Preisstabilität.
Keine Eile, aber klare Zinsneigung
Williams bereitet die Märkte auf einen weiteren Zinsschritt vor und rückt den Preisdruck wieder ins Zentrum.
Die Verknüpfung von KI-Boom und struktureller Inflation liefert der Fed das passende Argument für eine straffe Geldpolitik.
Hoffnungen auf rasche Zinssenkungen sind damit vorerst vom Tisch.
Quelle: Unwavering dedication
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