Vom Bargeldmonopol zur digitalen Zentralbankwährung
Die schwedische Riksbank analysiert den Wandel des Geldbegriffs im Zuge fortschreitender Digitalisierung. Angesichts von Krypto-Werten und digitalen Zentralbankwährungen definiert die Notenbank ihre Rolle bei Geldversorgung, Preisstabilität und Krisenvorsorge neu.
Gesetzlicher Auftrag zwischen Stabilität und Krise
Als schwedische Zentralbank und Behörde des Parlaments Riksdag trägt die Riksbank die Verantwortung für niedrige, stabile Inflationsraten sowie ein funktionierendes Finanzsystem.
Neben der Preisstabilität obliegt der Notenbank die Pflicht, den reibungslosen Zahlungsverkehr in Normalzeiten ebenso wie in Krisenlagen oder Phasen erhöhter Alarmbereitschaft abzusichern.
Als einzige Institution ist die schwedische Währungsbehörde befugt, gesetzliche Zahlungsmittel in Form von Banknoten und Münzen auszugeben.
Der fortschreitende Rückzug des physischen Bargelds und die Verbreitung privater digitaler Zahlungsmittel fordern diesen traditionellen Rahmen jedoch heraus und machen eine Neudefinition der geldpolitischen Kernfunktionen erforderlich.
Vom physischen Bargeld zur digitalen Notenbankwährung
Im vergangenen Jahrzehnt verdrängte digitales Buchgeld das traditionelle Bargeld im Zahlungsalltag zunehmend.
Parallel dazu entstanden neue digitale Werte wie Krypto-Assets, die das Monopol staatlicher Währungen infrage stellen.
Vor diesem Hintergrund intensivieren Zentralbanken weltweit die Vorbereitungen für digitale Zentralbankwährungen.
Diese sollen als digitale Variante des Bargelds fungieren und für die gesamte Bevölkerung allgemein zugänglich sein.
Das staatliche Geldmonopol wankt
Die Digitalisierung entzieht dem klassischen Bargeldmonopol schleichend die Basis.
Ohne die rasche Einführung von digitalem Zentralbankgeld drohen Notenbanken den Anschluss an Krypto-Werte und private Zahlungsanbieter zu verlieren.
Nur staatlich gedecktes Digitalgeld sichert die Souveränität im Zahlungsverkehr dauerhaft.
Quelle: What is money?
IN: